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AGB boon.PLANET

Version: 29.10.2019


1. Vereinbarung zum Konto („Kontovertrag“)

Die Wirecard Bank AG (nachfolgend „Bank“) richtet für den Kunden nach dessen Anmeldung bei boon. Planet ein Zahlungskonto (nachfolgend „Konto“) mit einer IBAN (International Bank Account Number) ein.

1.1 Wesentliche Leistungsmerkmale des Zahlungskontos

a. Die Bank führt das Konto für den Kunden jeweils im Kontokorrent (in laufender Rechnung). Das Konto wird für natürliche Personen als Einzelkonto in Euro und nur für deren eigene Rechnung geführt. Die Bank führt das Konto als Privatkonto. Geschäftliche Umsätze dürfen über das Konto nicht getätigt werden.

b. Das Konto ist keine Anlageform im Sinne des Vermögensbildungsgesetzes (§ 2 VermBG). Die Bank behält sich deshalb vor, als vermögenswirksame Leistungen gekennzeichnete Zahlungseingänge zurückzuweisen.

c. Die Bank schreibt eingehende Zahlungen auf dem Konto gut und wickelt von dem Kunden veranlasste Zahlungsvorgänge (z.B. Überweisungen) zulasten des Kontos ab, soweit das Konto ausreichend Guthaben aufweist. Im Einzelnen umfasst der Kontovertrag bezüglich des Kontos folgende Dienstleistungen:

  • Kontoführung einschließlich Einzahlungen und Auszahlungen
  • Zahlungen mittels SEPA-Überweisungen und Empfang von SWIFT-Zahlungen (vgl. hierzu im Einzelnen die Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr unter Ziffer 4.)
  • Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren (vgl. hierzu im Einzelnen die Sonderbedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren unter Ziffer 4.)
  • Peer-to Peer Transaktionen zwischen boon. Planet Nutzern (vgl. hierzu im Einzelnen die Sonderbedingungen für Peer-to-Peer Transaktionen zwischen boon. Planet Nutzern unter Ziffer 5.).
  • Zum Konto gehört eine virtuelle Debitkarte mit der kontaktlose MasterCard Zahlungen und Zahlungen im Internet, über Telefon oder andere Fernkommunikationsmittel möglich ist (vgl. hierzu im Einzelnen die Sonderbedingungen für die boon. Planet MasterCard Debitkarten unter Ziffer 7.)
  • Zusätzlich kann der Kunde auch noch eine physische MasterCard Debitkarte (Plastikkarte) bestellen. Diese ist nicht standardmäßig im Leistungsumfang enthalten.
  • Funktionalität eines Multi-Banking / Personal Financial Managements, über das konsolidierte Informationen zu Transaktionsdaten für das Konto sowie auch für Konten bei Fremdinstituten abgerufen werden können (hierzu im Einzelnen die Sonderbedingungen für das boon. Planet Multi-Banking / Personal Financial Management unter Ziffer 8.)
  • d. Der Kunde kann für Verfügungen nur das auf dem Konto vorhandene Guthaben verwenden, eine Kreditlinie wird nicht eingeräumt. Für die Nutzung des Kontos und der Karte(n) gelten zudem die Nutzungsgrenzen und Verfügungslimits, die im Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet geregelt sind.

    1.2 Voraussetzungen für die Eröffnung des Kontos

    Die Eröffnung des Kontos setzt voraus, dass der Kunde

  • volljährig ist,
  • seinen Wohnsitz in einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz hat,
  • den Kontovertrag als Verbraucher abschließt, d.h. zu Zwecken, die weder seiner gewerblichen noch selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können und
  • die Konten auf eigene Rechnung und nicht auf fremde Veranlassung (insbesondere nicht als Treuhänder) eröffnet und nutzt.
  • Für jeden Kunden wird nur ein Konto geführt. Es besteht kein Anspruch des Kunden auf Abschluss eines Kontovertrags.

    1.3 Informationspflichten des Kunden

    Der Kunde ist verpflichtet, der Bank auf Anforderung die zur Erfüllung ihrer geldwäscherechtlichen Pflichten erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen und sich im Laufe der Vertragsbeziehung ergebende Änderungen unverzüglich anzuzeigen.

    1.4 Führung des Kontos per boon. App, Verzicht auf papierhafte Postzustellung

    a. Das Konto wird ausschließlich über die auf einem mobilen Endgerät des Kunden installierte boon. App (nachfolgend „boon. App“) geführt. Der Kunde benötigt dazu ein mobiles Endgerät mit einem iOS oder Android Betriebssystem entsprechend der im jeweiligen App-Store angegebenen Aktualität. Gegebenenfalls wird auch eine Kontoführung über die boon-Website unter https://www.beboon.com oder unter einer anderen von der Bank mitgeteilten Internet-Adresse (nachfolgend „boon-Website“) möglich sein. Der Kunde kann Aufträge per boon. App erteilen. Kontoauszüge, Rechnungsabschlüsse und sonstige Mitteilungen werden in der boon. App eingestellt bzw. per E-Mail versandt. Die Nutzung der boon. App ist im Einzelnen in den Sonderbedingungen für boon. App (vgl. hierzu unter Ziffer 3.) geregelt.

    b. Der Kunde verzichtet auf den postalischen Versand der in der boon. App eingestellten Mitteilungen. Die Bank kommt ihrer Verpflichtung zur Übermittlung, Unterrichtung oder zu einer anderweitigen Zurverfügungstellung der betreffenden Mitteilungen durch deren Einstellung in der boon. App oder durch Zusendung per Email nach. Die Bank ist jedoch berechtigt, die eingestellten Mitteilungen ergänzend postalisch oder auf andere Weise dem Kunden zuzusenden, wenn dies gesetzliche Vorgaben erforderlich machen oder die Bank dies auch unter Berücksichtigung des Kundeninteresses aufgrund anderer Umstände für zweckmäßig hält.

    Gültig bis einschließlich 31.01.2020: Gültig ab 01.02.2020:
    1.5 Entgelte und Zinsen 1.5 Entgelte und Zinsen
    a. Die aktuellen Entgelte für die im Rahmen des Kontovertrags erbrachten Leistungen ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet. Die Änderung von Entgelten während der Laufzeit des Kontovertrags erfolgt nach Maßgabe von Ziffer 10 Absatz 3 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Grundregeln) für boon. Planet (vgl. hierzu unter Ziffer II.). a. Die aktuellen Entgelte für die im Rahmen des Kontovertrags erbrachten Leistungen ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet. Die Änderung von Entgelten während der Laufzeit des Kontovertrags erfolgt nach Maßgabe von Ziffer 10 Absatz 3 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Grundregeln) für boon. Planet (vgl. hierzu unter Ziffer II.).
    b. Gegebenenfalls anfallende Kosten Dritter sind vom Kunden zu tragen. Dies gilt insbesondere, falls bei der Identifizierung nach Maßgabe der geldwäscherechtlichen Vorschriften durch Dritte Kosten in Rechnung gestellt werden. Eigene Kosten (z. B. für Ferngespräche, Porto) hat der Kunde selbst zu tragen. Zusätzliche Telekommunikationskosten berechnet die Bank nicht, es können aber Entgelte des Mobilfunkanbieters des Kunden anfallen, insbesondere wenn für die Nutzung der boon. App Datenvolumen benötigt wird. b. Gegebenenfalls anfallende Kosten Dritter sind vom Kunden zu tragen. Dies gilt insbesondere, falls bei der Identifizierung nach Maßgabe der geldwäscherechtlichen Vorschriften durch Dritte Kosten in Rechnung gestellt werden. Eigene Kosten (z. B. für Ferngespräche, Porto) hat der Kunde selbst zu tragen. Zusätzliche Telekommunikationskosten berechnet die Bank nicht, es können aber Entgelte des Mobilfunkanbieters des Kunden anfallen, insbesondere wenn für die Nutzung der boon. App Datenvolumen benötigt wird.
    c. Das Guthaben auf dem Zahlungskonto wird nicht verzinst. c. Das Guthaben auf dem Zahlungskonto wird als Einlage bis zu einem Guthaben in der im Preis- und Leistungsverzeichnis genannten Höhe verzinst und ist täglich fällig. Die Zinsgutschrift findet monatlich, jeweils zum Ende eines Kalendermonats, statt. Die Zinsberechnung erfolgt auf der Grundlage der deutschen Zinsmethode (30/360-Methode). Der Zinssatz ist variabel und ergibt sich aus dem jeweils gültigen Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet. Bei einem Guthaben, das die im Preis- und Leistungsverzeichnis genannte Höhe übersteigt, wird der Anteil, der über der im Preis- und Leistungsverzeichnis genannten Höhe liegt, mit 0,00% p. a. verzinst.
    d. Zinseinkünfte sind im Regelfall steuerpflichtig. Sofern die Voraussetzungen für eine Abstandnahme vom Steuerabzug (Vorlage einer gültigen Nichtveranlagungs-Bescheinigung, eines Freistellungsauftrags etc.) nicht gegeben sind, behält die Bank entsprechend den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften die entsprechenden Steuern und etwaige weitere einzubehaltende Abgaben ein und führt diese an das zuständige Finanzamt ab. Bei Fragen sollte sich der Kunde an die für ihn zuständige Steuerbehörde bzw. seinen steuerlichen Berater wenden. Dies gilt insbesondere, wenn der Kunde im Ausland steuerpflichtig ist.
    e. Die Bank ist gesetzlich verpflichtet, die für den automatisierten Kirchensteuerabzug notwendigen Daten (Religionsmerkmal und ggf. Steuer-ID) jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern zu erfragen und im Ausschüttungsfall den Kirchensteuerabzug vorzunehmen. Der Kunde kann der Weitergabe seiner Informationen zur Religionszugehörigkeit an die Bank widersprechen – allerdings nur direkt gegenüber dem Bundeszentralamt für Steuern. Sollten der Kunde Widerspruch einlegen, unterbleibt der Kirchensteuereinbehalt durch die Bank. In diesem Fall wird das Bundeszentralamt für Steuern das für den Kunden zuständige Finanzamt über die Abfrage der Bank unterrichten. Das Finanzamt ist sodann gehalten, den Kunden zur Abgabe einer Kirchensteuererklärung aufzufordern. Weitere Informationen erhält der Kunde beim Bundeszentralamt für Steuern (www.bzst.de).

    1.6 Zahlung und Erfüllung des Kontovertrags

    a. Beginn der Ausführung des Kontovertrages

    Die Bank beginnt mit der Erfüllung des Kontovertrags sofort, ohne dass der Kunde sein zweiwöchiges Widerrufsrecht dadurch verliert.

    b. Zahlung der Entgelte durch den Kunden

    Die anfallenden Entgelte werden dem Konto wie folgt belastet:

  • Basispreis am Ende des monatlichen Abrechnungszeitraums
  • Transaktionsbezogene Entgelte unmittelbar mit Ausführung der jeweiligen Transaktion
  • Serviceentgelte unverzüglich nach Abschluss des jeweiligen Vorgangs
  • Bei Bestellung der physischen Karte fällt zusätzlich ein jährliches Kartenentgelt an.
  • c. Führung der Konten

    Die Bank erfüllt ihre Verpflichtungen aus dem Kontovertrag durch Verbuchung der Gutschriften und Belastungen (z. B. aus Überweisungen, Lastschriften, Ein- und Auszahlungen, Verfügungen mit der Karte) auf dem in laufender Rechnung geführten Konto durch Erteilung eines Rechnungsabschlusses für das Konto zum Ende eines Kalenderquartals, der zusätzlich zum monatlichen Kontoauszug zur Verfügung gestellt wird. Die Rechtswirkungen eines Rechnungsabschlusses sowie die Pflicht, dessen Inhalt zu prüfen und gegebenenfalls Einwendungen zu erheben, sind unter Ziffer 7 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Grundregeln) für boon. Planet (vgl. hierzu unter Ziffer 2.) geregelt.

    Neben den Rechnungsabschlüssen erhält der Kunde über die boon. App eine Information über die über das Konto getätigten Umsätze, sobald ein Umsatz getätigt wurde. Dazu erhält der Kunde einen Kontoauszug als pdf-Dokument in der boon. App.

    Die Erteilung des Rechnungsabschlusses und die Unterrichtung über die Umsätze erfolgen durch Einstellung des Rechnungsabschlusses und der Kontoauszüge in der boon. App. Die jährliche Entgeltaufstellung enthält der Kunde ebenso in der boon. App..

    d. Einzahlungen

    Einzahlungen auf das Zahlungskonto sind derzeit per SEPA- und SWIFT Überweisung und Zahlung mit Kredit-/Debitkarte (keine Prepaidkarten) möglich. Bei der Einzahlung mit Kredit-/Debitkarte kann der Kunde die erforderlichen Daten manuell in der boon. App eingeben oder seine Karte mit dem Scanner seines mobilen Endgerätes scannen.

    e. Auszahlungen

    Kunden können Auszahlungen von ihrem Konto über Geldautomaten vornehmen, sofern der Geldautomat über eine NFC-Funktion verfügt oder der Kunde eine physische Karte bestellt hat und diese einsetzt.

    1.7 Ausschluss von Abtretung und Verpfändung

    Ansprüche des Kunden aus dem Kontovertrag können an Dritte weder abgetreten noch verpfändet werden.

    1.8 Mindestlaufzeit des Kontovertrags

    Der Kontovertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es besteht keine Mindestlaufzeit.

    1.9 Kündigung des Kontovertrags

    Es gelten die in Ziffern 12 und 13 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Grundregeln) für boon. Planet (vgl. hierzu unter Ziffer II.) für den Kunden und die Bank festgelegten Kündigungsregeln. Mit Beendigung des Kontovertrags wird die Bank ein etwaiges Guthaben auf dem Konto auf ein vom Kunden genannten SEPA-Konto überweisen.

    1.10 Service Center

    Die Bank hat für Mitteilungen und Erklärungen des Kunden, die den Kontovertrag betreffen, ein Service Center eingerichtet, das von Montag bis Freitag per E-Mail und per Telefon unter den von der Bank gesondert mitgeteilten Kontaktdaten und Zeiten erreichbar ist.

    1.11 Geltung der Geschäftsbedingungen

    Für den Kontovertrag gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Grundregeln) für boon. Planet (vgl. hierzu unter Ziffer 2.) und das Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet. Darüber hinaus gelten die nachfolgend aufgeführten Sonderbedingungen, die Abweichungen oder Ergänzungen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für boon. Planet enthalten:

  • Sonderbedingungen für die boon. Planet App (vgl. hierzu unter Ziffer 3.)
  • Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr (vgl. hierzu unter Ziffer 4.)
  • Sonderbedingungen für Peer-to-Peer Zahlungen zwischen boon. Planet Kunden (vgl. hierzu unter Ziffer 5.).
  • Sonderbedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren (vgl. hierzu unter Ziffer 6.)
  • Sonderbedingungen für die boon. Planet MasterCard Debitkarten (vgl. hierzu unter Ziffer 7.)
  • Sonderbedingungen für das boon. Planet Multi-Banking / Personal Financial Management (vgl. hierzu unter Ziffer 8.)
  • Die jeweils gültigen Geschäftsbedingungen kann der Kunde in seiner boon-App oder auf der boon. Planet-Website einsehen. Auf Wunsch wird die Bank diese dem Kunden zusenden.

    1.12 Widerrufsbelehrung

    Der Kunde kann seine auf Abschluss eines Kontovertrags gerichtete Willenserklärung wie folgt widerrufen:

    Widerrufsbelehrung

    Widerrufsrecht

    Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger, jedoch nicht vor Vertrags- schluss und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246b § 2 Absatz 1 in Verbindung mit §

    1 Absatz 1 Nummer 7 bis 12, 15 und 19 sowie Artikel 248 § 4 Absatz 1 EGBGB. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs, wenn die Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. Brief, Telefax, E-Mail) erfolgt. Der Widerruf ist zu richten an:

    Wirecard Bank AG

    Einsteinring 35, 85609 Aschheim

    E Mail: kontakt.planet@beboon.com

    Widerrufsfolgen

    Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren. Sie sind zur Zahlung von Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn Sie vor Abgabe Ihrer Vertragserklä- rung auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurden und ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor dem Ende der Wider- rufsfrist mit der Ausführung der Gegenleistung beginnen. Besteht eine Verpflichtung zur Zahlung von Wertersatz, kann dies dazu führen, dass Sie die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf dennoch erfüllen müssen. Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für Sie mit der Absendung Ihrer Widerrufserklärung, für uns mit deren Empfang.

    Besondere Hinweise

    Bei Widerruf dieses Vertrags sind Sie auch an einen mit diesem Vertrag zusammenhängenden Vertrag nicht mehr gebun- den, wenn der zusammenhängende Vertrag eine Leistung betrifft, die von uns oder einem Dritten auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen uns und dem Dritten erbracht wird.

    Ende der Widerrufsbelehrung


    2. Allgemeine Geschäftsbedingungen (Grundregeln)

    2.1 Geltungsbereich dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Sonderbedingungen

    a. Geltungsbereich

    Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die gesamte Geschäftsverbindung zwischen dem Kunden und den inländischen Geschäftsstellen der Bank. Daneben gelten für einzelne Geschäftsbeziehungen (zum Beispiel für das Wertpapiergeschäft, den Zahlungsverkehr und für den Sparverkehr) Sonderbedingungen, die Abweichungen oder Ergänzungen zu diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten; sie werden bei der Kontoeröffnung oder bei Erteilung eines Auftrages mit dem Kunden vereinbart. Unterhält der Kunde auch Geschäftsverbindungen zu ausländischen Geschäftsstellen, sichert das Pfandrecht der Bank (Nummer 14 dieser Geschäftsbedingungen) auch die Ansprüche dieser ausländischen Geschäftsstellen.

    b. Änderungen

    Änderungen der Vereinbarung zum boon. Planet -Konto, des Kontovertrages, dieser Geschäftsbedingungen und der Sonderbedingungen werden dem Kunden spätestens zwei Monate vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform oder auf elektronischen Kommunikationsweg (z.B. per boon. App oder per Email) angeboten. Der Kunde kann den Änderungen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens entweder zustimmen oder sie ablehnen. Die Zustimmung des Kunden gilt als erteilt, wenn er seine Ablehnung nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen angezeigt hat. Auf diese Genehmigungswirkung wird ihn die Bank in ihrem Angebot besonders hinweisen.

    Werden dem Kunden Änderungen des Kontovertrags, dieser Geschäftsbedingungen oder der Sonderbedingungen angeboten, kann er den Kontovertrag vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen auch fristlos und kostenfrei kündigen. Auf dieses Kündigungsrecht wird ihn die Bank in ihrem Angebot besonders hinweisen.

    2.2 Bankgeheimnis und Bankauskunft

    a. Bankgeheimnis

    Die Bank ist zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen verpflichtet, von denen sie Kenntnis erlangt (Bankgeheimnis). Informationen über den Kunden darf die Bank nur weitergeben, wenn gesetzliche Bestimmungen dies gebieten oder der Kunde eingewilligt hat oder die Bank zur Erteilung einer Bankauskunft befugt ist.

    b. Bankauskunft

    Eine Bankauskunft enthält allgemein gehaltene Feststellungen und Bemerkungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, seine Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit; betragsmäßige Angaben über Kontostände, Sparguthaben, Depot- oder sonstige der Bank anvertraute Vermögenswerte sowie Angaben über die Höhe von Kreditinanspruchnahmen werden nicht gemacht.

    c. Voraussetzungen für die Erteilung einer Bankauskunft

    Bankauskünfte über Privatkunden erteilt die Bank nur dann, wenn diese generell oder im Einzelfall ausdrücklich zugestimmt haben. Eine Bankauskunft wird nur erteilt, wenn der Anfragende ein berechtigtes Interesse an der gewünschten Auskunft glaubhaft dargelegt hat und kein Grund zu der Annahme besteht, dass schutzwürdige Belange des Kunden der Auskunftserteilung entgegenstehen.

    d. Empfänger von Bankauskünften

    Bankauskünfte erteilt die Bank nur eigenen Kunden sowie anderen Kreditinstituten für deren Zwecke oder die ihrer Kunden.

    2.3 Haftung der Bank; Mitverschulden des Kunden

    a. Haftungsgrundsätze

    Die Bank haftet bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen für jedes Verschulden ihrer Mitarbeiter und der Personen, die sie zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen hinzuzieht. Soweit die Sonderbedingungen oder sonstige Vereinbarungen etwas Abweichendes regeln, gehen diese Regelungen vor. Hat der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten (z. B. durch Verletzung der in Ziffer 11 dieser Geschäftsbedingungen aufgeführten Mitwirkungspflichten) zu der Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank und Kunde den Schaden zu tragen haben.

    b. Weitergeleitete Aufträge

    Wenn ein Auftrag seinem Inhalt nach typischerweise in der Form ausgeführt wird, dass die Bank einen Dritten mit der weiteren Erledigung betraut, erfüllt die Bank den Auftrag dadurch, dass sie ihn im eigenen Namen an den Dritten weiterleitet (weitergeleiteter Auftrag). Dies betrifft zum Beispiel die Einholung von Bankauskünften bei anderen Kreditinstituten. In diesen Fällen beschränkt sich die Haftung der Bank auf die sorgfältige Auswahl und Unterweisung des Dritten.

    c. Störung des Betriebs

    Die Bank haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Aufruhr, Kriegs- und Naturereignisse oder durch sonstige von ihr nicht zu vertretende Vorkommnisse (z. B. Streik, Aussperrung, Verkehrsstörung, Verfügungen von hoher Hand im In- oder Ausland) eintreten.

    2.4 Grenzen der Aufrechnungsbefugnis des Kunden

    Der Kunde kann gegen Forderungen der Bank nur aufrechnen, wenn seine Forderungen unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.

    2.5 Verfügungsberechtigung nach dem Tod des Kunden

    Nach dem Tod des Kunden hat derjenige, der sich gegenüber der Bank auf die Rechtsnachfolge des Kunden beruft, der Bank seine erbrechtliche Berechtigung in geeigneter Weise nachzuweisen. Wird der Bank eine Ausfertigung oder eine beglaubigte Abschrift der letztwilligen Verfügung (Testament, Erbvertrag) nebst zugehöriger Eröffnungsniederschrift vorgelegt, darf die Bank denjenigen, der darin als Erbe oder Testamentsvollstrecker bezeichnet ist, als Berechtigten ansehen, ihn verfügen lassen und insbesondere mit befreiender Wirkung an ihn leisten. Dies gilt nicht, wenn der Bank bekannt ist, dass der dort Genannte (z. B. nach Anfechtung oder wegen Nichtigkeit des Testaments) nicht verfügungsberechtigt ist oder wenn ihr dies infolge Fahrlässigkeit nicht bekannt geworden ist.

    2.6 Maßgebliches Recht

    Für die Geschäftsverbindung zwischen dem Kunden und der Bank gilt deutsches Recht.

    2.7 Rechnungsabschlüsse bei Kontokorrentkonten (Konten in laufender Rechnung)

    a. Erteilung der Rechnungsabschlüsse

    Die Bank erteilt bei einem Kontokorrentkonto, sofern nicht etwas anderes vereinbart ist, jeweils zum Ende eines Kalenderquartals einen Rechnungsabschluss, der zusätzlich zum jeweiligen monatlichen Kontoauszug zur Verfügung gestellt wird; dabei werden die in diesem Zeitraum entstandenen beiderseitigen Ansprüche (ein- schließlich der Entgelte der Bank) verrechnet..

    b. Frist für Einwendungen; Genehmigung durch Schweigen

    Einwendungen wegen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit eines Rechnungsabschlusses hat der Kunde spätestens vor Ablauf von sechs Wochen nach dessen Zugang zu erheben; macht er seine Einwendungen in Textform geltend, genügt die Absendung innerhalb der Sechs-Wochen-Frist. Das Unterlassen rechtzeitiger Einwendungen gilt als Genehmigung. Auf diese Folge wird die Bank bei Erteilung des Rechnungsabschlusses besonders hinweisen. Der Kunde kann auch nach Fristablauf eine Berichtigung des Rechnungsabschlusses verlangen, muss dann aber beweisen, dass zu Unrecht sein Konto belastet oder eine ihm zustehende Gutschrift nicht erteilt wurde.

    2.8 Storno- und Berichtigungsbuchungen der Bank

    a. Vor Rechnungsabschluss

    Fehlerhafte Gutschriften auf Kontokorrentkonten (z. B. wegen einer falschen IBAN) darf die Bank bis zum nächsten Rechnungsabschluss durch eine Belastungsbuchung rückgängig machen, soweit ihr ein Rückzahlungsanspruch gegen den Kunden zusteht (Stornobuchung); der Kunde kann in diesem Fall gegen die Belastungsbuchung nicht einwenden, dass er in Höhe der Gutschrift bereits verfügt hat.

    b. Nach Rechnungsabschluss

    Stellt die Bank eine fehlerhafte Gutschrift erst nach einem Rechnungsabschluss fest und steht ihr ein Rückzahlungsanspruch gegen den Kunden zu, so wird sie in Höhe ihres Anspruchs sein Konto belasten (Berichtigungsbuchung). Erhebt der Kunde gegen die Berichtigungsbuchung Einwendungen, so wird die Bank den Betrag dem Konto wieder gutschreiben und ihren Rückzahlungsanspruch gesondert geltend machen.

    c. Information des Kunden

    Über Storno- und Berichtigungsbuchungen wird die Bank den Kunden unverzüglich unterrichten. Die Buchungen nimmt die Bank hinsichtlich der Zinsberechnung rückwirkend zu dem Tag vor, an dem die fehlerhafte Buchung durchgeführt wurde.

    2.9 Einzugsaufträge

    a. Erteilung von Vorbehaltsgutschriften bei der Einreichung

    Schreibt die Bank den Gegenwert von Lastschriften schon vor ihrer Einlösung gut, geschieht dies unter dem Vorbehalt ihrer Einlösung, und zwar auch dann, wenn diese bei der Bank selbst zahlbar sind. Reicht der Kunde andere Papiere mit dem Auftrag ein, von einem Zahlungspflichtigen einen Forderungsbetrag zu beschaffen (zum Beispiel Zinsscheine), und erteilt die Bank über den Betrag eine Gutschrift, so steht diese unter dem Vorbehalt, dass die Bank den Betrag erhält. Der Vorbehalt gilt auch dann, wenn Lastschriften und andere Papiere bei der Bank selbst zahlbar sind. Werden Lastschriften nicht eingelöst oder erhält die Bank den Betrag aus dem Einzugsauftrag nicht, macht die Bank die Vorbehaltsgutschrift rückgängig. Dies geschieht unabhängig davon, ob in der Zwischenzeit ein Rechnungsabschluss erteilt wurde.

    b. Einlösung von Lastschriften

    Lastschriften sind eingelöst, wenn die Belastungsbuchung nicht spätestens am zweiten Bankarbeitstag nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht wird. Für Lastschriften aus anderen Verfahren gelten die Einlösungsregeln in den hierfür vereinbarten Sonderbedingungen.

    2.10 Fremdwährungsgeschäfte und Risiken bei Fremdwährungskonten

    a. Auftragsausführung bei Fremdwährungskonten

    Fremdwährungskonten des Kunden dienen dazu, Zahlungen an den Kunden und Verfügungen des Kunden in fremder Währung bargeldlos abzuwickeln. Verfügungen über Guthaben auf Fremdwährungskonten (zum Beispiel durch Überweisungen zu Lasten des Fremdwährungsguthabens) werden unter Einschaltung von Banken im Heimatland der Währung abgewickelt, wenn sie die Bank nicht vollständig innerhalb des eigenen Hauses ausführt.

    b. Gutschriften bei Fremdwährungsgeschäften mit dem Kunden

    Schließt die Bank mit dem Kunden ein Geschäft (zum Beispiel ein Devisentermingeschäft) ab, aus dem sie die Verschaffung eines Betrages in fremder Währung schuldet, wird sie ihre Fremdwährungsverbindlichkeit durch Gutschrift auf dem Konto des Kunden in dieser Währung erfüllen, sofern nicht etwas anderes vereinbart ist.

    c. Vorübergehende Beschränkung der Leistung durch die Bank

    Die Verpflichtung der Bank zur Ausführung einer Verfügung zu Lasten eines Fremdwährungsguthabens (Absatz 1) oder zur Erfüllung einer Fremdwährungsverbindlichkeit (Absatz 2) ist in dem Umfang und solange ausgesetzt, wie die Bank in der Währung, auf die das Fremdwährungsguthaben oder die Verbindlichkeit lautet, wegen politisch bedingter Maß nahmen oder Ereignisse im Lande dieser Währung nicht oder nur eingeschränkt verfügen kann. In dem Umfang und solange diese Maßnahmen oder Ereignisse andauern, ist die Bank auch nicht zu einer Erfüllung an einem anderen Ort außerhalb des Landes der Währung, in einer anderen Währung (auch nicht in Euro) oder durch Anschaffung von Bargeld verpflichtet. Die Verpflichtung der Bank zur Ausführung einer Verfügung zu Lasten eines Fremdwährungsguthabens ist dagegen nicht ausgesetzt, wenn sie die Bank vollständig im eigenen Haus ausführen kann. Das Recht des Kunden und der Bank, fällige gegenseitige Forderungen in derselben Währung miteinander zu verrechnen, bleibt von den vorstehenden Regelungen unberührt.

    d. Wechselkurs

    Die Bestimmung des Wechselkurses bei Fremdwährungsgeschäften ergibt sich aus dem „Preis- und Leistungsverzeichnis“. Bei Zahlungsdiensten gilt ergänzend der Zahlungsdiensterahmenvertrag.

    2.11 Mitwirkungspflichten des Kunden

    a. Mitteilung von Änderungen

    Zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Geschäftsverkehrs ist es erforderlich, dass der Kunde der Bank Änderungen seines Namens und seiner Anschrift sowie das Erlöschen oder die Änderung einer gegenüber der Bank erteilten Vertretungsmacht (insbesondere einer Vollmacht) unverzüglich mitteilt. Darüber hinaus können sich weitergehende gesetzliche Mitteilungs- pflichten, insbesondere aus dem Geldwäschegesetz, ergeben.

    b. Klarheit von Aufträgen

    Aufträge müssen ihren Inhalt zweifelsfrei erkennen lassen. Nicht eindeutig formulierte Aufträge können Rückfragen zur Folge haben, die zu Verzögerungen führen können. Vor allem hat der Kunde bei Aufträgen auf die Richtigkeit und Vollständigkeit seiner Angaben, insbesondere der IBAN sowie der Währung zu achten. Änderungen, Bestätigungen oder Wiederholungen von Aufträgen müssen als solche gekennzeichnet sein.

    c. Besonderer Hinweis bei Eilbedürftigkeit der Ausführung eines Auftrags

    Hält der Kunde bei der Ausführung eines Auftrags besondere Eile für nötig, hat er dies der Bank gesondert mitzuteilen. Bei formularmäßig erteilten Aufträgen muss dies außerhalb des Formulars erfolgen.

    d. Prüfung und Einwendungen bei Mitteilungen der Bank

    Der Kunde hat Kontoauszüge, sonstige Abrechnungen, Anzeigen über die Ausführung von Aufträgen sowie Informationen über erwartete Zahlungen und Sendungen (Avise) auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit unverzüglich zu überprüfen und etwaige Einwendungen unverzüglich zu erheben.

    e. Benachrichtigung der Bank bei Ausbleiben von Mitteilungen

    Falls Rechnungsabschlüsse dem Kunden nicht zugehen, muss er die Bank unverzüglich benachrichtigen. Die Benachrichtigungspflicht besteht auch beim Ausbleiben anderer Mitteilungen, deren Eingang der Kunde erwartet (Kontoauszüge nach der Ausführung von Aufträgen des Kunden oder über Zahlungen, die der Kunde erwartet).

    2.12 Entgelte und Aufwendungen

    a. Entgelte

    Die Höhe der Entgelte für die Leistungen, die die Bank gegenüber den Kunden im Rahmen der Geschäftsverbindung erbringt, einschließlich der Höhe von Zahlungen, die über die für die Hauptleistung vereinbarten Entgelte hinausgehen, ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet (nachfolgend „Preis- und Leistungsverzeichnis“). Wenn ein Kunde eine dort aufgeführte Hauptleistung in Anspruch nimmt und dabei keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde, gelten die zu diesem Zeitpunkt im Preis- und Leistungsverzeichnis angegebenen Entgelte. Eine Vereinbarung, die auf eine über das vereinbarte Entgelt für die Hauptleistung hinausgehende Zahlung des Kunden gerichtet ist, kann die Bank mit dem Kunden nur ausdrücklich treffen, auch wenn sie im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesen ist. Für die Vergütung der nicht im Preis- und Leistungsverzeichnis aufgeführten Leistungen, die im Auftrag des Kunden erbracht werden und die, nach den Umständen zu urteilen, nur gegen eine Vergütung zu erwarten sind, gelten, soweit keine andere Vereinbarung getroffen wurde, die gesetzlichen Vorschriften.

    b. Nicht entgeltfähige Leistung

    Für eine Leistung, zu deren Erbringung die Bank kraft Gesetzes oder aufgrund einer vertraglichen Nebenpflicht verpflichtet ist oder die sie im eigenen Interesse wahrnimmt, wird die Bank kein Entgelt berechnen, es sei denn, es ist gesetzlich zulässig und wird nach Maßgabe der gesetzlichen Regelung erhoben.

    c. Änderung von Entgelten bei typischerweise dauerhaft in Anspruch genommenen Leistungen

    Änderungen von Entgelten für Bankdienstleistungen, die vom Kunden im Rahmen der Geschäftsverbindung typischerweise dauerhaft in Anspruch genommen werden (z. B. Kontoführung) werden dem Kunden spätestens zwei Monate vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Textform oder auf elektronischem Kommunikationsweg (z. B. per boon. App) angeboten. Der Kunde kann den Änderungen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens entweder zustimmen oder sie ablehnen. Die Zustimmung des Kunden gilt als erteilt, wenn er seine Ablehnung nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung angezeigt hat. Auf diese Genehmigungswirkung wird ihn die Bank in ihrem Angebot besonders hinweisen.

    Werden dem Kunden Änderungen der Entgelte angeboten, kann er den Kontovertrag vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen auch fristlos und kostenfrei kündigen. Auf dieses Kündigungsrecht wird ihn die Bank in ihrem Angebot besonders hinweisen. Kündigt der Kunde, wird das geänderte Entgelt für den Kontovertrag nicht zugrunde gelegt.

    Die vorstehende Vereinbarung gilt nur dann, wenn die Bank Entgelte für Hauptleistungen ändern will, die vom Kunden im Rahmen der Geschäftsverbindung typischerweise dauerhaft in Anspruch genommen werden. Eine Vereinbarung über die Änderung eines Entgelts, das auf eine über die Hauptleistung hinausgehende Zahlung des Kunden gerichtet ist, kann die Bank mit dem Kunden nur ausdrücklich vereinbaren.

    d. Ersatz von Aufwendungen

    Ein möglicher Anspruch der Bank auf Ersatz von Aufwendungen richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

    2.13 Vereinbarung eines Pfandrechts zu Gunsten der Bank

    a. Einigung über das Pfandrecht

    Die Bank erwirbt ein Pfandrecht an den Ansprüchen, die dem Kunden gegen die Bank aus der Geschäftsverbindung zustehen oder künftig zustehen werden (zum Beispiel Kontoguthaben).

    b. Gesicherte Ansprüche

    Das Pfandrecht dient der Sicherung aller bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche, die der Bank aus der Geschäftsverbindung gegen den Kunden zustehen.

    c. Ausnahmen vom Pfandrecht

    Gelangen Gelder mit der Maßgabe in die Verfügungsgewalt der Bank, dass sie nur für einen bestimmten Zweck verwendet werden dürfen, erstreckt sich das Pfandrecht der Bank nicht auf diese Gelder.

    d. Kündigungsrechte des Kunden

    Der Kunde kann den Kontovertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.

    2.14 Kündigungsrechte der Bank

    a. Kündigung unter Einhaltung einer Kündigungsfrist

    Die Bank kann den Kontovertrag unter Einhaltung einer angemessenen, mindestens zweimonatigen Kündigungsfrist kündigen. Die Bank wir den Kontovertrag mit einer längeren Frist kündigen, wenn dies unter Berücksichtigung der berechtigten Belange des Kunden geboten ist.

    b. Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist

    Eine fristlose Kündigung des Kontovertrags ist zulässig, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der der Bank dessen Fortsetzung auch unter Berücksichtigung der berechtigten Belange des Kunden unzumutbar werden lässt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor,

    • wenn der Kunde unrichtige Angaben über seine Vermögensverhältnisse gemacht hat und die Bank hierauf ihre Entscheidung zum Abschluss des Kontovertrags gestützt hat,
    • wenn eine wesentliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Kunden eintritt oder einzutreten droht und dadurch die Erfüllung seiner Verbindlichkeiten gegenüber der Bank aus der Geschäftsverbindung gefährdet ist oder
    • wenn der Kunde Zahlungsrückstände aus der Geschäftsverbindung trotz zweimaliger Mahnung nicht begleicht.
    • Besteht der wichtige Grund in der Verletzung einer vertraglichen Pflicht, ist die Kündigung erst nach erfolglosem Ablauf einer zur Abhilfe bestimmten angemessenen Frist oder nach erfolgloser Abmahnung zulässig, es sei denn, dies ist wegen der Besonderheiten des Einzelfalles (§ 323 Absätze 2 und 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches) entbehrlich.

    c. Abwicklung nach einer Kündigung

    Im Falle einer Kündigung ohne Kündigungsfrist wird die Bank dem Kunden für die Abwicklung eine angemessene Frist einräumen, soweit nicht eine sofortige Erledigung erforderlich ist.

    2.15 Einlagensicherungsfonds

    a. Schutzumfang

    Die Bank ist dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen. Der Einlagensicherungsfonds sichert gemäß seinem Statut – vorbehaltlich der darin vorgesehenen Ausnahmen – Einlagen, d.h. Guthaben, die sich im Rahmen von Bankgeschäften aus Beträgen, die auf einem Konto verblieben sind, oder aus Zwischenpositionen ergeben und die nach den geltenden Bedingungen von der Bank zurückzuzahlen sind.

    Nicht gesichert werden unter anderem die zu den Eigenmitteln der Bank zählenden Einlagen, Verbindlichkeiten aus Inhaber- und Orderschuldverschreibungen sowie Einlagen von Kreditinstituten im Sinne des Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, Finanzinstituten im Sinne des Art. 4 Abs. 1 Nr. 26 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, Wertpapierfirmen im Sinne des Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 der Richtlinie 2004/39/EG und Gebietskörperschaften.

    Einlagen von anderen Gläubigern als natürlichen Personen und rechtsfähigen Stiftungen werden nur geschützt, wenn

    • es sich bei der Einlage um keine Verbindlichkeit aus einer Namensschuldverschreibung oder einem Schuldscheindarlehen handelt und
    • die Laufzeit der Einlage nicht mehr als 18 Monate beträgt. Auf Einlagen, die bereits vor dem 01. Januar 2020 bestanden haben, findet die Laufzeitbeschränkung keine Anwendung. Nach dem 31. Dezember 2019 entfällt der Bestandsschutz nach vorstehendem Satz, sobald die betreffende Einlage fällig wird, gekündigt werden kann oder anderweitig zurückgefordert werden kann, oder wenn die Einlage im Wege einer Einzel- oder Gesamtrechtsnachfolge übergeht.

    Verbindlichkeiten der Banken, die bereits vor dem 1. Oktober 2017 bestanden haben, werden nach Maßgabe und unter den Voraussetzungen der bis zum 1. Oktober 2017 geltenden Regelungen des Statuts des Einlagensicherungsfonds gesichert.

    Nach dem 30. September 2017 entfällt der Bestandsschutz nach dem vorstehenden Satz, sobald die betreffende Verbindlichkeit fällig wird, gekündigt oder anderweitig zurückgefordert werden kann, oder wenn die Verbindlichkeit im Wege einer Einzel- oder Gesamtrechtsnachfolge übergeht.

    b. Sicherungsgrenzen

    Die Sicherungsgrenze je Gläubiger beträgt bis zum 31. Dezember 2019 20%, bis zum 31. Dezember 2024 15% und ab dem 1. Januar 2025 8,75% der für die Einlagensicherung maßgeblichen Eigenmittel der Bank im Sinne von Art. 72 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Für Einlagen, die nach dem 31. Dezember 2011 begründet oder prolongiert werden, gelten, unabhängig vom Zeitpunkt der Begründung der Einlage, die jeweils neuen Sicherungsgrenzen ab den vorgenannten Stichtagen. Für

    Einlagen, die vor dem 31. Dezember 2011 begründet wurden, gelten die alten Sicherungsgrenzen bis zur Fälligkeit der Einlage oder bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin. Diese Sicherungsgrenze wird dem Kunden von der Bank auf Verlangen bekannt gegeben. Sie kann auch im Internet unter www.bankenverband.de abgefragt werden.

    c. Geltung des Statuts des Einlagensicherungsfonds

    Wegen weiterer Einzelheiten der Sicherung wird auf § 6 des Statuts des Einlagensicherungsfonds verwiesen, das auf Verlangen zur Verfügung gestellt wird.

    d. Forderungsübergang

    Soweit der Einlagensicherungsfonds oder ein von ihm Beauftragter Zahlungen an einen Kunden leistet, gehen dessen Forderungen gegen die Bank in entsprechender Höhe mit allen Nebenrechten Zug um Zug auf den Einlagensicherungsfonds über.

    e. Auskunftserteilung

    Die Bank ist befugt, dem Einlagensicherungsfonds oder einem von ihm Beauftragten alle in diesem Zusammenhang erforderlichen Auskünften zu erteilen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

    2.16 Beschwerde- und Alternative Streitbeilegungsverfahren

    Der Kunde hat folgende außergerichtliche Möglichkeiten:

    • Der Kunde kann sich mit einer Beschwerde an die im Preis- und Leistungsverzeichnis genannte Kontaktstelle der Bank wenden. Die Bank wird Beschwerden in Textform (z. B. mittels Brief, Telefax oder E-Mail) beantworten.
    • Die Bank nimmt am Streitbeilegungsverfahren der Verbraucherschlichtungsstelle „Ombudsmann der privaten Banken“ (www.bankenombudsmann.de) teil. Dort hat der Kunde die Möglichkeit, zur Beilegung einer Streitigkeit mit der Bank den Ombudsmann der privaten Banken anzurufen. Näheres regelt die „Verfahrensordnung für die Schlichtung von Kundenbeschwerden im deutschen Bankgewerbe“, die auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird oder im Internet unter www.bankenverband.de abrufbar ist. Die Beschwerde ist in Textform (z. B. mittels Brief, Telefax oder E-Mail) an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken e. V., Postfach 04 03 07, 10062 Berlin, Fax: (030) 1663-3169, E-Mail: ombudsmann@bdb.de, zu richten.
    • Ferner besteht für den Kunden die Möglichkeit, sich jederzeit schriftlich oder zur dortigen Niederschrift bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn über Verstöße der Bank gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), die §§ 675c – 676c des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) oder gegen Art. 248 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) zu beschweren.
    • Die Europäische Kommission hat unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Europäische Online-Streitbeilegungsplattform (OS-Platt form) errichtet. Die OS-Plattform kann ein Verbraucher für die außergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit aus Online-Verträgen mit einem in der EU niedergelassenen Unternehmen nutzen.

    3. Sonderbedingungen für die boon. App


    3.1 Leistungsangebot

    Der Inhaber eines boon. Planet-Kontos kann Bankgeschäfte mittels der boon. Planet-App und ggfls. der boon. Planet Webseite (nachfolgend zusammen „boon. App“) in dem von der Bank angebotenen Umfang abwickeln. Zudem kann er Mitteilungen der Bank mittels boon. App abrufen. Er ist zusätzlich berechtigt, für die Auslösung eines Zahlungsauftrags einen Zahlungsauslösedienst gemäß § 1 Absatz 33 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz und für die Mitteilung von Informationen über ein Zahlungskonto einen Kontoinformationsdienst gemäß § 1 Absatz 34 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz zu nutzen. 

    Der Kunde ist für die Beschaffung und Installation der boon. App sowie für die Beschaffung und Installation von neuen Versionen der boon. Planet-App selbst verantwortlich. Ältere Versionen der Betriebssysteme, die bei Download der boon. App im jeweiligen App-Store vorgegeben werden, werden nicht unterstützt. Zur Einhaltung von Sicherheitsstandards wird die boon. App kontinuierlich weiterentwickelt, so dass die Bank ältere Betriebssysteme nicht dauerhaft unterstützen kann, selbst wenn dies im Zeitpunkt der Kontoeröffnung durch den Kunden der Fall war. 

    Die Bank übernimmt keine Gewähr für das ordnungsgemäße Funktionieren der boon. App-Banking, sofern der Kunde ein mobiles Endgerät verwendet, bei dem vom Hersteller vorgesehene Nutzungsbeschränkungen oder Sicherheitsfunktionen außer Kraft gesetzt wurden (z.B. durch Jail-Break oder Rooting) oder dadurch andernfalls gesperrte Funktionen aktiviert wurden.

    3.2 Voraussetzungen zur Nutzung der boon. App

    Der Kunde benötigt für die Abwicklung von Bankgeschäften über die boon. App die mit der Bank vereinbarten personalisierten Sicherheitsmerkmale um sich gegenüber der Bank als berechtigter Kunde auszuweisen und Aufträge in der boon. App zu autorisieren. Statt eines personalisierten Sicherheitsmerkmals kann auch ein biometrisches Merkmal des Kunden zum Zweck der Authentifizierung bzw. Autorisierung benutzt werden (z.B. Fingerabdruck oder Iris-Scan).

    a. Personalisierte Sicherheitsmerkmale

    Personalisierte Sicherheitsmerkmale sind personalisierte Merkmale, die die Bank dem Kunden zum Zwecke der Authentifizierung bereitstellt oder die der Kunde bei der Registrierung selbst gewählt hat. Personalisierte Sicherheitsmerkmale sind:

    • Wissenselemente (etwas, das der Kunde weiß, z. B. PIN oder Passwort, beide legt der Kunde bei Eröffnung des boon.Planet Kontos fest),

    • Besitzelemente (etwas, das der Kunde besitzt, z. B. mobiles Endgerät zur Erzeugung oder Empfang von einmal verwendbaren Transaktionsnummern (TAN) als Besitznachweis) oder

    • Seinselemente (etwas, das der Kunde ist, z. B. Fingerabdruck).

    b. Nutzungsvoraussetzungen

    Der Kunde ist zur Nutzung der boon. App in dem von der Bank angebotenen Umfang berechtigt, wenn er seine personalisierten Sicherheitsmerkmale während der Registrierung festgelegt und er die ggf. erforderliche Geräteregistrierung oder Registrierung/Hinterlegung der Seinselemente (z.B. Fingerabdruck) nach Vorgaben der Bank und/oder eines Anbieters einer digitalen Börse (z.B. GooglePay) vorgenommen hat.

    3.3 Zugang zur boon. App

    a. Der Kunde erhält Zugang zur boon. App, wenn

    • dieser seinen individuellen Benutzernamen und die von der Bank angeforderten personalisierten Sicherheitsmerkmale eingesetzt hat

    • die Prüfung dieser Daten bei der Bank eine Zugangsberechtigung des Kunden ergeben hat und

    • keine Sperre des Zugangs (siehe Ziffer 9 Abs. 1 und 2) vorliegt.

    Nach Gewährung des Zugangs zur boon. App kann der Kunde Informationen abrufen oder Aufträge in der boon. App erteilen. Die Sätze 1 und 2 gelten auch, wenn der Kunde Zahlungsaufträge über einen Zahlungsauslösedienst auslöst und Zahlungskontoinformationen über einen Kontoinformationsdienst anfordert (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3). 

    Für den Zugriff auf sensible Zahlungsdaten im Sinne des § 1 Absatz 26 Satz 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (z.B. zum Zweck der Änderung der Anschrift des Kunden) fordert die Bank den Kunden auf, sich unter Verwendung eines weiteren personalisierten Sicherheitsmerkmals auszuweisen, wenn beim Zugang zu der boon. App nur ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal angefordert wurde. Der Name des Kontoinhabers und die Kontonummer sind für den vom Kunden genutzten Zahlungsauslösedienst und Kontoinformationsdienst (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3) keine sensiblen Daten (§ 1 Absatz 26 Satz 2 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz).

    3.4 Aufträge in der boon. App

    a. Auftragserteilung und Autorisierung. 

    Der Kunde muss Aufträge in der boon. App (z.B. Überweisungen) zu deren Wirksamkeit durch den Einsatz der personalisierten Sicherheitsmerkmale auf Anforderung autorisieren und der Bank mittels boon. App übermitteln.

    Die Bank bestätigt in der boon. App den Eingang des Auftrags. Die Sätze 1 und 2 gelten auch, wenn der Kunde seinen Zahlungsauftrag über einen Zahlungsauslösedienst (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3) auslöst und übermittelt.

    b. Widerruf von Aufträgen

    Die Widerrufbarkeit eines Auftrags in der boon. App richtet sich nach den für die jeweilige Auftragsart geltenden Sonderbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr). Der Widerruf von in der boon. App erteilten Aufträgen kann nur außerhalb der boon. App über das Service Center der Bank (vgl. hierzu Ziffer 10 der Vereinbarung zum boon. Planet-Konto („Kontovertrag“) unter Ziffer 1.) erfolgen, es sei denn, die Bank sieht eine Widerrufmöglichkeit in der boon. App ausdrücklich vor.

    3.5 Bearbeitung von Aufträgen per boon. App durch die Bank

    a. Die Bearbeitung der Aufträge per boon. App erfolgt an den für die Abwicklung der jeweiligen Auftragsart (z. B. Überweisung) im Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet bekannt gegebenen Geschäftstagen im Rahmen des ordnungsgemäßen Arbeitslaufes. Geht der Auftrag nach dem im Preis- und Leistungsverzeichnis bestimmten Zeitpunkt (Annahmefrist) ein oder fällt der Zeitpunkt des Eingangs nicht auf einen Geschäftstag gemäß Preis-und Leistungsverzeichnis, so gilt der Auftrag als am darauf folgenden Geschäftstag zugegangen. Die Bearbeitung beginnt erst an diesem Tag.

    b. Die Bank wird den Auftrag ausführen, wenn folgende Ausführungsbedingungen vorliegen:

    • Der Kunde hat den Auftrag in der boon. App autorisiert.

    • Der Kunde hat die erforderlichen Angaben gemacht (z.B. Eingabe der IBAN des Zahlungsempfängers)

    • Das vereinbarte Verfügungslimit ist nicht überschritten.

    • Die weiteren Ausführungsvoraussetzungen nach den für die jeweilige Auftragsart maßgeblichen Sonderbedingungen (z. B. ausreichende Kontodeckung gemäß den Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr) liegen vor.

    Liegen die Ausführungsbedingungen nach Satz 1 vor, führt die Bank die Aufträge per boon. App nach Maßgabe der Bestimmungen der für die jeweilige Auftragsart geltenden Sonderbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr) aus.

    c. Liegen die Ausführungsbedingungen nach Absatz 2 Satz 1 nicht vor, wird die Bank den Auftrag nicht ausführen und den Kunden über die Nichtausführung und soweit möglich über deren Gründe und die Möglichkeiten, mit denen Fehler, die zur Ablehnung geführt haben, berichtigt werden können, in der boon. App informieren.

    3.6 Information des Kunden über Verfügungen mittels boon. App

    Die Bank unterrichtet den Kunden über die mittels boon. App (und ggfls. mittels einer physischen Debitkarte) getätigten Verfügungen in der in der boon. App zur Verfügung gestellten Transaktionsübersicht und über die mindestens einmal monatlich in der boon. App eingestellten Kontoauszüge.

    3.7 Sorgfaltspflichten des Kunden

    Geheimhaltung der personalisierten Sicherheitsmerkmale und sichere Aufbewahrung der Besitzelemente 

    Der Kunde hat

    • seine personalisierten Sicherheitsmerkmale geheim zu halten sowie

    • sein mobiles Endgerät und den Zugang zur boon. App vor dem Zugriff anderer Personen sicher zu verwahren,

    denn jede andere Person, die im Besitz des mobilen Endgeräts mit der boon. App ist, kann in Verbindung mit dem dazugehörigen personalisierten Sicherheitsmerkmal die boon. App missbräuchlich nutzen und z.B. Zahlungsaufträge auslösen. Die Geheimhaltungspflicht bezüglich der personalisierten Sicherheitsmerkmale nach Satz 1 wird nicht verletzt, wenn der Kunde diese zur Erteilung eines Zahlungsauftrags oder zum Abruf von Informationen über die Konten an den von ihm ausgewählten Zahlungsauslösedienst bzw. Kontoinformationsdienst übermittelt (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3).

    b. Insbesondere ist Folgendes zum Schutz der personalisierten Sicherheitsmerkmale zu beachten:

    • Wissenselemente, wie z. B. die PIN oder das Passwort, sind geheim zu halten; sie dürfen insbesondere

    - nicht mündlich (z. B. telefonisch oder persönlich) an unberechtigte Dritte (worunter keine Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste zu verstehen sind) mitgeteilt werden,

    - nicht außerhalb der boon. App in Textform (z. B. per E-Mail oder Messenger-Dienst) weitergegeben werden,

    - nicht ungesichert elektronisch gespeichert (z. B. Speicherung der PIN oder des Passworts im Klartext im mobilen Endgerät) werden und

    - nicht auf einem Gerät notiert oder als Abschrift zusammen mit einem Gerät aufbewahrt werden, das als Besitzelement (z. B. mobiles Endgerät) oder zur Prüfung des Seinselemente (z. B. mobiles Endgerät mit Anwendung für Kreditkartenzahlung und Fingerabdrucksensor) dient.

    • Besitzelemente, wie z. B. ein mobiles Endgerät, sind vor Missbrauch zu schützen, insbesondere

    - ist sicherzustellen, dass unberechtigte Personen auf das mobile Endgerät des Kunden (z. B. Mobiltelefon) nicht zugreifen können,

    - ist dafür Sorge zu tragen, dass andere Personen die auf dem mobilen Endgerät (z. B. Mobiltelefon) befindliche Anwendung (z. B. boon. App) nicht nutzen können,

    - ist die boon. App auf dem mobilen Endgerät des Kunden zu deaktivieren, bevor der Kunde den Besitz an diesem mobilen Endgerät aufgibt (z. B. durch Verkauf oder Entsorgung des Mobiltelefons) und

    - dürfen die Nachweise des Besitzelements (z. B. TAN) nicht außerhalb der boon. App mündlich (z. B. per Telefon) oder in Textform (z. B. per E-Mail, Messenger-Dienst) weitergegeben werden.

    • Seinselemente, wie z. B. Fingerabdruck des Kunden, dürfen auf einem mobilen Endgerät des Kunden für die boon. App nur dann als Personalisiertes Sicherheitsmerkmal verwendet werden, wenn auf dem mobilen Endgerät keine Seinselemente anderer Personen gespeichert sind.

    c. Die personalisierten Sicherheitsmerkmale dürfen nur mittels der von der Bank zugelassenen Authentifizierungsverfahren eingegeben werden. Dies gilt auch wenn der Kunde sich eines Zahlungsauslösedienstes bzw. Kontoinformationsdienstes bedient (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3).

    d. Sollte der Kunde im Rahmen eines Authentifizierungsverfahrens Systeme oder Verfahren eines Dritten verwenden, so übernimmt die Bank keine Verantwortung für die Auswahl, Sicherheit oder Überwachung dieser Systeme oder Verfahren. Der Kunde bleibt bei einer Nutzung dieser Dritt-Systeme oder -Verfahren für die Einhaltung seiner Pflichten aus diesen Bedingungen verantwortlich.

    e. Der Aufforderung per elektronischer Nachricht (z. B. E-Mail), eine damit übersandte Verknüpfung zum (vermeintlichen) boon. Planet Banking anzuwählen und darüber persönliche Zugangsdaten einzugeben, darf nicht gefolgt werden.

    f. Anfragen außerhalb der bankseitig zur Verfügung gestellten originären Zugangswege, in denen nach vertraulichen Daten wie PIN oder Passwort gefragt wird, dürfen nicht beantwortet werden. Hiervon unberührt bleibt die Nutzung von Zahlungsauslösediensten und Kontoinformationsdiensten (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3).

    g. Der Kunde hat vor seinem jeweiligen Zugang zur boon. App sicherzustellen, dass auf dem verwendeten System handelsübliche Sicherheitsvorkehrungen (wie Antivirenprogramm und Firewall auf einem ggfls. genutzten Computer) installiert sind und ebenso die verwendete System- und Anwendungssoftware auch des mobilen Gerät regelmäßig aktualisiert werden.

    b. Sicherheit des Kundensystems

    b.1 Der Kunde muss die Sicherheitshinweise auf der Internetseite der Bank (www.wirecardbank.de) zur boon. App und ggfls. dem Internet-Banking, insbesondere die Maßnahmen zum Schutz der eingesetzten Hard- und Software (Kundensystem), beachten.

    b.2 Darüber hinaus hat der Kunde in eigener Verantwortung etwaige Sicherheitshinweise der Anbieter der eingesetzten Kundensysteme zu beachten (z.B. Sicherheitsupdates von Systemsoftware mobiler Endgeräte).

    c. Kontrolle durch Abgleich der Auftragsdaten mit von der Bank angezeigten Daten

    Soweit die Bank dem Kunden Daten aus seinem Auftrag (z. B. Betrag, Name oder Kontonummer des Zahlungsempfängers) in der boon. App zur Bestätigung anzeigt, ist der Kunde verpflichtet, vor der Autorisierung (z. B. Eingabe der PIN) die Übereinstimmung der angezeigten Daten mit den für die Transaktion vorgesehenen Daten zu prüfen. Stimmen die angezeigten Daten mit den für die Transaktion vorgesehenen Daten nicht überein, ist der Vorgang abzubrechen und die Bank unverzüglich zu informieren.

    3.8 Anzeige- und Unterrichtungspflichten

    a. Sperranzeige

    a.1 Stellt der Kunde

    • den Verlust, den Diebstahl oder die missbräuchliche Verwendung der boon. App oder des zugehörigen mobilen Endgerätes oder

    • die sonstige nicht autorisierte Nutzung der boon. App oder eines seiner personalisierten Sicherheitsmerkmale fest,

    muss der Kunde die Bank hierüber unverzüglich unterrichten (nachfolgend „Sperranzeige“). Die Kontaktdaten, über die der Kunde eine Sperranzeige abgeben kann, werden dem Kunden in der boon. App und auf der boon. Planet-Website gesondert mitgeteilt.

    a.2 Der Kunde hat jeden Diebstahl oder Missbrauch auch unverzüglich bei der Polizei anzuzeigen.

    a.3 Hat der Kunde den Verdacht, dass eine andere Person unberechtigt

    • Besitz an dem mobilen Endgerät oder Kenntnis eines personalisierten Sicherheitsmerkmals erlangt hat oder

    • die boon. App oder ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal verwendet,

    muss er ebenfalls eine Sperranzeige abgeben.

    b. Unterrichtung über nicht autorisierte oder fehlerhaft ausgeführte Aufträge in der boon. App

    Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach Feststellung eines nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Auftrags hierüber zu unterrichten. Dies gilt auch im Fall der Beteiligung eines Zahlungsauslösedienstleisters (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3).

    3.9 Nutzungssperre, Verweigerung des Zugangs zum Konto oder der boon. App

    a. Sperre auf Veranlassung des Kunden

    Die Bank sperrt auf Veranlassung des Kunden, insbesondere im Fall der Sperranzeige nach Ziffer 8 Abs. 1, den vom Kunden bezeichneten Zugang für die boon. App und/oder ggfls. die boon. Planet-Website.

    b. Sperre auf Veranlassung der Bank

    b.1 Die Bank darf den Zugang zur boon. App und/oder dem Konto für einen Kunden sperren, wenn

    • sie berechtigt ist, die Vereinbarung zum boon. Planet-Konto aus wichtigem Grund zu kündigen,

    • sachliche Gründe im Zusammenhang mit der Sicherheit der boon. App, der boon. Planet Webseite, des mobilen Endgeräts oder eines personalisierten Sicherheitsmerkmals dies rechtfertigen oder

    • der Verdacht einer nicht autorisierten oder einer betrügerischen Verwendung der boon. App oder eines personalisierten Sicherheitsmerkmals besteht.

    b.2 Der Verdacht einer nicht autorisierten oder betrügerischen Verwendung der personalisierten Sicherheitsmerkmale oder der boon. App besteht insbesondere dann, wenn 3-mal hintereinander das Passwort oder die PIN falsch eingegeben werden oder 3-mal hintereinander eine falsche TAN eingegeben wird.

    b.3 Die Bank wird den Kunden unter Angabe der hierfür maßgeblichen Gründe möglichst vor, spätestens jedoch unverzüglich nach der Sperre in der boon. App darüber unterrichten. Die Angabe von Gründen darf unterbleiben, soweit die Bank hierdurch gegen gesetzliche Verpflichtungen verstoßen würde.

    c. Aufhebung der Sperre

    Die Bank wird eine Sperre aufheben, bzw. den Austausch personalisierter Sicherheitsmerkmale veranlassen, wenn die Gründe für die Sperre nicht mehr gegeben sind. Hierüber unterrichtet sie den Kunden unverzüglich. Der Kunde kann eine von ihm veranlasste Sperrung mit telefonisch legitimiertem Auftrag aufheben lassen.

    d. Verweigerung des Zugangs zu den Konten

    Die Bank ist berechtigt, einem von dem Kunden genutzten Kontoinformationsdienstleister oder Zahlungsauslösedienstleister (siehe Ziffer 1 Abs. 1 Satz 3) den Zugang zu dem Konto zu verweigern, wenn objektive und gebührend nachgewiesene Gründe im Zusammenhang mit einem nicht autorisierten oder betrügerischen Zugang des betreffenden Kontoinformationsdienstleisters bzw. des betreffenden Zahlungsauslösedienstleisters zu dem Konto, einschließlich der nicht autorisierten oder betrügerischen Auslösung eines Zahlungsvorgangs, es rechtfertigen. Die Bank wird den Kunden über die Verweigerung des Zugangs unter Angabe der hierfür maßgeblichen Gründe möglichst vor, spätestens jedoch unverzüglich nach der Verweigerung des Zugangs auf elektronischem Kommunikationsweg (per E-Mail oder per boon. App) unterrichten. Die Angabe von Gründen darf unterbleiben, soweit die Bank hierdurch gegen gesetzliche Verpflichtungen verstoßen würde. Die Bank hat den Zugang zu den Konten wieder zu gewähren, sobald die Gründe für die Verweigerung des Zugangs nicht mehr bestehen.

    3.10 Elektronische Mitteilungen in der boon. App

    Die Bank richtet dem Kunden mit Abschluss des Kontovertrags in der boon. App die Möglichkeit ein, Mitteilungen zu empfangen.

    a. Inhalt

    In der boon. App werden dem Kunden für ihn bestimmte Mitteilungen der Bank zu den Konten (z. B. Kontoauszüge, Rechnungsabschlüsse, Abrechnungen) in elektronischer Form online zur Verfügung gestellt. Welche Mitteilungen die Bank dort konkret einstellt, teilt sie dem Kunden über die boon. App und gglfs. die boon. Planet-Website gesondert mit. Der Kunde kann sich die Mitteilungen ansehen, herunterladen, ausdrucken und archivieren.

    b. Mitwirkungspflichten des Kunden

    Der Kunde verpflichtet sich, die boon. App regelmäßig auf neu hinterlegte Mitteilungen durchzusehen, diese zeitnah abzurufen und unverzüglich auf Richtigkeit und Vollständigkeit hin zu überprüfen sowie etwaige Einwendungen unverzüglich zu erheben.

    c. Unveränderbarkeit der Daten

    Die Bank stellt die Unveränderbarkeit der in der boon. App eingestellten Mitteilungen sicher, sofern diese innerhalb der boon. App gespeichert oder aufbewahrt werden.

    d. Speicherung der Mitteilungen

    Die Bank speichert die eingestellten Mitteilungen während der Gesamtdauer der Nutzung der boon. App durch den Kunden im Rahmen des Kontovertrags.

    3.11 Haftung

    a. Haftung der Bank bei einer nicht autorisierten und einer nicht, fehlerhaft oder verspätet ausgeführten Verfügung in der boon. App

    Die Haftung der Bank bei einer nicht autorisierten Verfügung und einer nicht, fehlerhaft oder verspätet ausgeführten Verfügung richtet sich nach den für die jeweilige Auftragsart vereinbarten Sonderbedingungen (z. B. Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr).

    b. Haftung des Kunden bei missbräuchlicher Nutzung eines personalisierten Sicherheitsmerkmals

    b.1 Haftung des Kunden für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge vor der Sperranzeige

    b.1.1 Beruhen nicht autorisierte Zahlungsvorgänge vor der Sperranzeige auf der Nutzung eines verlorengegangenen, gestohlenen oder sonst abhandengekommenen mobilen Endgeräts oder personalisierten Sicherheitsmerkmals oder auf der sonstigen missbräuchlichen Verwendung der boon. App oder eines personalisierten Sicherheitsmerkmals, haftet der Kunde für den der Bank hierdurch entstehenden Schaden bis zu einem Betrag von 50 Euro, ohne dass es darauf ankommt, ob den Kunden ein Verschulden trifft.

    b.1.2 Der Kunde ist nicht zum Ersatz des Schadens nach dem vorstehenden Absatz (b.1.1) verpflichtet, wenn

    • es ihm nicht möglich gewesen ist, den Verlust, den Diebstahl, das Abhandenkommen oder eine sonstige missbräuchliche Verwendung vor dem nicht autorisierten Zahlungsvorgang zu bemerken, oder

    • der Verlust des mobilen Endgeräts oder des personalisierten Sicherheitsmerkmals durch einen Angestellten, einen Agenten, eine Zweigniederlassung eines Zahlungsdienstleisters oder eine sonstige Stelle, an die Tätigkeiten des Zahlungsdienstleisters ausgelagert wurden, verursacht worden ist.

    b.1.3 Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht autorisierten Zahlungsvorgängen und hat der Kunde in betrügerischer Absicht gehandelt oder seine Anzeige- und Sorgfaltspflichten nach diesen Bedingungen vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt, trägt der Kunde abweichend von den vorstehenden Absätzen (aa) und (bb) den hierdurch entstandenen Schaden in vollem Umfang. Grobe Fahrlässigkeit des Kunden kann insbesondere vorliegen, wenn er

    • den Verlust, Diebstahl oder die missbräuchliche Verwendung des der boon. App, des zugehörigen Gerätes oder eines personalisierten Sicherheitsmerkmals nicht unverzüglich der Bank anzeigt, nachdem er hiervon Kenntnis erlangt hat (siehe Ziffer 8 Abs. 1 (a)),

    • ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal ungesichert elektronisch gespeichert hat,

    • ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal nicht geheim gehalten hat und der Missbrauch dadurch verursacht wurde,

    • ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal per E-Mail weitergegeben hat,

    • ein personalisiertes Sicherheitsmerkmal auf dem mobilen Endgerät vermerkt oder zusammen mit diesem verwahrt hat (siehe Ziffer 7 Abs. 2 (b) 1. Punkt), 

    • die ihm in der boon. App oder ggfls. auf der boon. Planet-Website angezeigten Auftragsdaten nicht prüft,

    • bei Abweichen der in der boon. App oder auf der boon. Planet-Website angezeigten Daten von den für die Transaktion vorgesehenen Daten den Vorgang nicht abbricht und die Bank nicht unverzüglich informiert.

    b.1.4 Abweichend von den vorstehenden Absätzen (b.1.1) und (b.1.3) ist der Kunde nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn die Bank vom Kunden eine starke Kundenauthentifizierung nach § 1 Absatz 24 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz nicht verlangt hat, obwohl die Bank zur starken Kundenauthentifizierung nach § 55 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz verpflichtet war. Eine starke Kundenauthentifizierung erfordert insbesondere die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen Elementen aus den Kategorien Wissen (etwas, das der Kunde weiß, z. B. PIN), Besitz (etwas, das der Kunde besitzt, z. B. Mobiltelefon) oder Seinselemente (etwas, das der Kunde ist, z. B. Fingerabdruck).

    b.1.5 Der Kunde ist nicht zum Ersatz des Schadens nach Absatz (b.1.1) und (b.1.3) verpflichtet, wenn der Kunde die Sperranzeige nach Ziffer 8 Abs. 1 nicht abgeben konnte, weil die Bank nicht die Möglichkeit zur Entgegenahme der Sperranzeige sichergestellt hatte.

    b.1.6 Die Absätze (b.1.2), (b.1.4) und (b.1.5) finden keine Anwendung, wenn der Kunde in betrügerischer Absicht gehandelt hat.

    c. Haftung der Bank ab der Sperranzeige

    Sobald die Bank eine Sperranzeige eines Kunden erhalten hat, übernimmt sie alle danach durch nicht autorisierte Verfügungen mittles boon. App entstehenden Schäden. Dies gilt nicht, wenn der Kunde in betrügerischer Absicht gehandelt hat.

    d. Haftungsausschluss

    Haftungsansprüche sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das diejenige Partei, die sich auf dieses Ereignis beruft, keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt von ihr nicht hätten vermieden werden können.

    4. Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr

    Für die Ausführung von Überweisungsaufträgen eines Kunden von seinem boon. Planet- Konto gelten die folgenden Bedingungen.

    4.1 Allgemein

    a. Wesentliche Merkmale der Überweisung einschließlich des Dauerauftrags

    Der Kunde kann die Bank beauftragen, durch eine Überweisung Geldbeträge bargeldlos zugunsten eines Zahlungsempfängers an den Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers zu übermitteln. Der Kunde kann die Bank auch beauftragen, jeweils zu einem bestimmten wiederkehrenden Termin einen gleichbleibenden Geldbetrag an das gleiche Konto des Zahlungsempfängers zu überweisen (Dauerauftrag).

    b. Kundenkennungen

    Für das Verfahren hat der Kunde folgende Kundenkennung des Zahlungsempfängers zu verwenden:

    Die für die Ausführung der Überweisung erforderlichen Angaben bestimmen sich nach Ziffern 2 Abs. 2.1, 3 Abs. 3.1 und 4 Abs. 4.1.

    c. Erteilung des Überweisungsauftrags und Autorisierung

    c.1 Der Kunde erteilt der Bank einen Überweisungsauftrag per boon. App mit den erforderlichen Angaben gemäß Ziffer 2 Abs. 2.1 bzw. Ziffern 3 Abs. 3.1 und 4 Abs. 4.1. Der Kunde hat auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben zu achten. Unvollständige oder fehlerhafte Angaben können zu Verzögerungen und zu Fehlleitungen von Überweisungen führen; daraus können Schäden für den Kunden entstehen. Bei unvollständigen oder fehlerhaften Angaben kann die Bank die Ausführung ablehnen (siehe auch Ziffer 1 Abs. 7). Hält der Kunde bei der Ausführung der Überweisung besondere Eile für nötig, hat er dies der Bank gesondert mitzuteilen.

    c.2 Der Kunde autorisiert den Überweisungsauftrag, indem er auf Anforderung die personalisierten Sicherheitsmerkmale einsetzt (vgl. zu diesen personalisierten Sicherheitsmerkmalen auch Ziffer 2 der Sonderbedingungen für die boon. App unter Ziffer 3). In dieser Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche Zustimmung enthalten, dass die Bank die für die Ausführung der Überweisung notwendigen personenbezogenen Daten des Kunden abruft (aus ihrem Datenbestand), verarbeitet, übermittelt und speichert.

    c.3 Auf Verlangen des Kunden teilt die Bank vor Ausführung eines einzelnen Überweisungsauftrags die maximale Ausführungs-frist für diesen Zahlungsvorgang sowie die in Rechnung zu stellenden Entgelte und gegebenenfalls deren Aufschlüsselung mit.

    c.4 Der Kunde ist berechtigt, für die Erteilung des Überweisungsauftrags an die Bank auch einen Zahlungsauslösedienst gemäß § 1 Abs. 33 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz zu nutzen.

    d. Zugang des Überweisungsauftrags bei der Bank

    d.1 Der Überweisungsauftrag wird wirksam, wenn er der Bank zugeht. Das gilt auch, wenn der Überweisungsauftrag über einen Zahlungsauslösedienstleister erteilt wird. Der Zugang erfolgt durch den Eingang des Auftrags auf dem Server der Bank.

    d.2 Fällt der Zeitpunkt des Eingangs des Überweisungsauftrags nach Absatz nicht auf einen Geschäftstag der Bank gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet, so gilt der Überweisungsauftrag erst am darauf folgenden Geschäftstag als zugegangen.

    d.3 Geht der Überweisungsauftrag nach dem im Preis- und Leistungsverzeichnis angegebenen Annahmezeitpunkt ein, so gilt der Überweisungsauftrag im Hinblick auf die Bestimmung der Ausführungsfrist (siehe Ziffer 2. Abs. 2 (b)) erst als am darauf folgenden Geschäftstag zugegangen.

    e. Widerruf des Überweisungsauftrags

    e.1 Bis zum Zugang des Überweisungsauftrags bei der Bank (siehe Ziffer 1. Abs. 4 (a) und (b)) kann der Kunde diesen durch Erklärung gegenüber der Bank widerrufen. Nach dem Zugang des Überweisungsauftrags ist vorbehaltlich der Absätze (b) und (c) ein Widerruf nicht mehr möglich. Nutzt der Kunde für die Erteilung seines Überweisungsauftrags einen Zahlungsauslösedienstleister, so kann er den Überweisungsauftrag abweichend von Satz 1 nicht mehr gegenüber der Bank widerrufen, nachdem er dem Zahlungsauslösedienstleister die Zustimmung zur Auslösung der Überweisung erteilt hat.

    e.2 Haben Bank und Kunde einen bestimmten Termin für die Ausführung der Überweisung vereinbart, (siehe Ziffer 2 Abs. 2 (b) (bb)), kann der Kunde die Überweisung beziehungsweise den Dauerauftrag (siehe Ziffer 1 Abs. 1) bis zum Ende des vor dem vereinbarten Tag liegenden Geschäftstags der Bank widerrufen. Die Geschäftstage der Bank ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Nach dem rechtzeitigen Zugang des Widerrufs eines Dauerauftrags bei der Bank werden keine weiteren Überweisungen mehr aufgrund des bisherigen Dauerauftrags ausgeführt.

    e.3 Nach den in Absätzen (a) und (b) genannten Zeitpunkten kann der Überweisungsauftrag nur widerrufen werden, wenn Kunde und Bank dies vereinbart haben. Die Vereinbarung wird wirksam, wenn es der Bank gelingt, die Ausführung zu verhindern oder den Überweisungsbetrag zurückzuerlangen. Nutzt der Kunde für die Erteilung seines Überweisungsauftrags einen Zahlungsauslösedienstleister, bedarf es ergänzend der Zustimmung des Zahlungsauslösedienstleisters und des Zahlungsempfängers. Für die Bearbeitung eines solchen Widerrufs des Kunden berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    f. Ausführung des Überweisungsauftrags

    f.1 Die Bank führt den Überweisungsauftrag des Kunden aus, wenn die zur Ausführung erforderlichen Angaben (siehe Ziffern 2 Abs. 1, 3 Abs. 1 und 4 Abs. 1) in der vereinbarten Art und Weise (siehe Ziffer 1 Abs. 3 (a)) vorliegen, dieser vom Kunden autorisiert ist, (siehe Ziffer 1 Abs. 3 (b)), ein zur Ausführung der Überweisung ausreichendes Guthaben in der Auftragswährung vorhanden ist und die zwischen der Bank und dem Kunden vereinbarten Verfügungslimits eingehalten werden (nachfolgend „Ausführungsbedingungen“).

    f.2 Die Bank und die weiteren an der Ausführung der Überweisung beteiligten Zahlungsdienstleister sind berechtigt, die Überweisung ausschließlich anhand der vom Kunden angegebenen Kundenkennung des Zahlungsempfängers (siehe Ziffer 1 Abs. 2) auszuführen.

    f.3 Die Bank unterrichtet den Kunden über die Ausführung von Überweisungen in der in der boon. App zur Verfügung gestellten Transaktionsübersicht und über die mindestens einmal monatlich in der boon. App eingestellten Kontoauszüge.

    g. Ablehnung der Ausführung

    g.1 Sind die Ausführungsbedingungen (siehe Ziffer 1 Abs. 6 (a)) nicht erfüllt, kann die Bank die Ausführung des Überweisungsauftrags ablehnen. Hierüber wird die Bank den Kunden unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb der in Ziffer e.2 Abs. e.2 (a) bzw. Ziffern 3 Abs. 2 und 4 Abs. 2 vereinbarten Frist, über die boon. App unterrichten. Dabei wird die Bank, soweit möglich, die Gründe der Ablehnung sowie die Möglichkeiten angeben, wie Fehler, die zur Ablehnung geführt haben, berichtigt werden können.

    g.2 Ist eine vom Kunden angegebene Kundenkennung für die Bank erkennbar keinem Zahlungsempfänger, keinem Zahlungskonto oder keinem Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers zuzuordnen, wird die Bank dem Kunden hierüber unverzüglich eine Information zur Verfügung stellen und ihm gegebenenfalls den Überweisungsbetrag wieder herausgeben.

    g.3 Für die berechtigte Ablehnung der Ausführung eines autorisierten Überweisungsauftrags berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    h. Übermittlung der Überweisungsdaten

    Im Rahmen der Ausführung der Überweisung übermittelt die Bank die in der Überweisung enthaltenen Daten (Überweisungsdaten) unmittelbar oder unter Beteiligung zwischengeschalteter Stellen an den Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers. Der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers kann dem Zahlungsempfänger die Überweisungsdaten, zu denen auch die IBAN des Zahlers gehört, ganz oder teilweise zur Verfügung stellen. Bei grenzüberschreitenden Überweisungen und bei Eilüberweisungen im Inland können die Überweisungsdaten zudem über das Nachrichtenübermittlungssystem Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) mit Sitz in Belgien an den Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers weitergeleitet werden. Aus Gründen der Systemsicherheit speichert SWIFT die Überweisungsdaten vorrübergehend in seinen Rechenzentren in der Europäischen Union, in der Schweiz und in den USA.

    Hinweis zur Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß EU-Geldtransferverordnung

    Die „Verordnung (EU) 2015/847 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2015 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers“ (EU-Geldtransferverordnung) dient dem Zweck der Verhinderung, Aufdeckung und Ermittlung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Geldtransfers. Sie verpflichtet die Bank bei der Ausführung von Geldtransfers Angaben zum Auftraggeber (Zahler) und Begünstigten (Zahlungsempfänger) zu prüfen und zu übermitteln. Diese Angaben bestehen aus Name und Kundenkennung von Zahler und Zahlungsempfänger und der Adresse des Zahlers.

    Bei Geldtransfers innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums kann auf die Weiterleitung der Adresse des Zahler zunächst verzichtet werden, jedoch kann gegebenenfalls diese Angabe vom Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers angefordert werden. Bei der Angabe von Name und gegebenenfalls Adresse nutzt die Bank die in ihren Systemen hinterlegten Daten, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Mit der EU-Geldtransferverordnung wird erreicht, dass aus den Zahlungsverkehrsdatensätzen selber immer eindeutig bestimmbar ist, wer Zahler und Zahlungsempfänger ist. Das heißt auch, dass die Bank Zahlungsdaten überprüfen, Nachfragen anderer Kreditinstitute zur Identität des Zahlers bzw. Zahlungsempfängers beantworten und auf Anfrage diese Daten den zuständigen Behörden zur Verfügung stellen muss.

    i. Anzeige nicht autorisierter oder fehlerhaft ausgeführter Überweisungen

    Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach Feststellung eines nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Überweisungsauftrags zu unterrichten. Dies gilt auch im Fall der Beteiligung eines Zahlungsauslösedienstleisters.

    j. Meldepflichten nach Außenwirtschaftsrecht

    Der Kunde hat die Meldepflichten nach dem Außenwirtschaftsrecht zu beachten.

    2. Überweisungen innerhalb Deutschlands und in andere Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in Euro

    j.1 Erforderliche Angaben

    Der Kunde muss im Überweisungsauftrag folgende Angaben machen:

    • Name des Zahlungsempfängers

    • Kundenkennung des Zahlungsempfängers; (siehe Ziffer 1 Abs. 2), ist bei Überweisungen in anderen EWR-Währungen als Euro der BIC unbekannt, sind stattdessen der vollständige Name und die Adresse des Zahlungsdienstleisters des Zahlungsempfängers anzugeben,

    • Verwendungszweck, (optional)

    • Betrag,

    • ggf. Termin für die Ausführung der Überweisung,

    • Name des Kunden, (vorausgefüllt)

    • IBAN des Kunden.(vorausgefüllt)

    j.2 Maximale Ausführungsfrist

    j.2.1 Fristlänge

    Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, dass der Überweisungsbetrag spätestens innerhalb der im Preis- und Leistungsverzeichnis angegebenen Ausführungsfrist beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingeht.

    j.2.2 Beginn der Ausführungsfrist

    (aa) Die Ausführungsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt des Zugangs des Überweisungsauftrags des Kunden bei der Bank (siehe Ziffer 1 Abs. 4).

    (bb) Vereinbaren die Bank und der Kunde, dass die Ausführung der Überweisung an einem bestimmten Tag oder am Ende eines bestimmten Zeitraums oder an dem Tag, an dem der Kunde der Bank den zur Ausführung erforderlichen Geldbetrag in der Auftragswährung zur Verfügung gestellt hat, beginnen soll, so ist der im Auftrag angegebene oder anderweitig vereinbarte Termin für den Beginn der Ausführungsfrist maßgeblich. Fällt der vereinbarte Termin nicht auf einen Geschäftstag der Bank, so beginnt die Ausführungsfrist am darauf folgenden Geschäftstag. Die Geschäftstage der Bank ergeben sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis.

    (cc) Bei Überweisungsaufträgen in einer vom Zahlungskonto des Kunden abweichenden Währung beginnt die Ausführungsfrist erst an dem Tag, an dem der Überweisungsbetrag in der Auftragswährung vorliegt.

    j.3 Erstattungs-, Berichtigungs- und Schadensersatzansprüche des Kunden

    j.3.1 Erstattung bei einer nicht autorisierten Überweisung

    Im Falle einer nicht autorisierten Überweisung (siehe Ziffer 1 Abs. 3 (b)) hat die Bank gegen den Kunden keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen. Sie ist verpflichtet, dem Kunden den Überweisungsbetrag zu erstatten und, sofern der Betrag dem Zahlungskonto des Kunden belastet worden ist, das Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung mit der nicht autorisierten Überweisung befunden hätte. Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des Geschäftstags gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, dass die Zahlung nicht autorisiert ist, oder die Bank auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer zuständigen Behörde berechtigte Gründe für den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten des Kunden vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Wurde die Überweisung über einen Zahlungsauslösedienstleister ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sätzen 2-4 die Bank. 

    j.3.2 Ansprüche bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung einer autorisierten Überweisung

    (aa) Im Falle einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung einer autorisierten Überweisung kann der Kunde von der Bank die unverzügliche und ungekürzte Erstattung des Überweisungsbetrags insoweit verlangen, als die Zahlung nicht erfolgt oder fehlerhaft war. Wurde der Betrag dem Zahlungskonto des Kunden belastet, bringt die Bank dieses wieder auf den Stand, auf dem es sich ohne den nicht erfolgten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang befunden hätte. Wird eine Überweisung vom Kunden über einen Zahlungsauslösedienstleister ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sätzen 1 und 2 die Bank. Soweit vom Überweisungsbetrag von der Bank oder zwischengeschalteten Stellen Entgelte abgezogen worden sein sollten, übermittelt die Bank zugunsten des Zahlungsempfängers unverzüglich den abgezogenen Betrag.

    (bb) Der Kunde kann über den Absatz (j.3.2) (aa) hinaus von der Bank die Erstattung derjenigen Entgelte und Zinsen insoweit verlangen, als ihm diese im Zusammenhang mit der nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung der Überweisung in Rechnung gestellt oder auf seinem Zahlungskonto belastet wurden.

    (cc) Im Falle einer verspäteten Ausführung einer autorisierten Überweisung kann der Kunde von der Bank fordern, dass die Bank vom Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers verlangt, die Gutschrift des Zahlungsbetrags auf dem Zahlungskonto des Zahlungsempfängers so vorzunehmen, als sei die Überweisung ordnungsgemäß ausgeführt worden. Die Pflicht aus Satz 1 gilt auch, wenn die Überweisung vom Kunden über einen Zahlungsauslösedienstleiter ausgelöst wird. Weist die Bank nach, dass der Zahlungsbetrag rechtzeitig beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist, entfällt diese Pflicht.

    (dd) Wurde eine Überweisung nicht oder fehlerhaft ausgeführt, wird die Bank auf Verlangen des Kunden den Zahlungsvorgang nachvollziehen und den Kunden über das Ergebnis unterrichten.

    j.3.3 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung

    (aa) Bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung einer autorisierten Überweisung oder bei einer nicht autorisierten Überweisung kann der Kunde von der Bank einen Schaden, der nicht bereits von den Ziffern j.3 Abs. j.3.3 (aa) und (bb) erfasst ist, ersetzt verlangen. Dies gilt nicht, wenn die Bank die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Die Bank hat hierbei ein Verschulden, das einer zwischengeschalteten Stelle zur Last fällt, wie eigenes Verschulden zu vertreten, es sei denn, dass die wesentliche Ursache bei einer zwischengeschalteten Stelle liegt, die der Kunde vorgegeben hat. Hat der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank und Kunde den Schaden zu tragen haben.

    (bb) Die Haftung nach Absatz ist auf 12.500 Euro begrenzt. Diese betragsmäßige Haftungsgrenze gilt nicht

    • für nicht autorisierte Überweisungen,

    • bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Bank,

    • für Gefahren, die die Bank besonders übernommen hat und

    • für den Zinsschaden.

    j.3.5 Haftungs- und Einwendungsausschluss

    (aa) Eine Haftung der Bank nach Ziffer j.3 Abs. j.3.3 (bb) und (cc) ist in folgenden Fällen ausgeschlossen:

    • Die Bank weist gegenüber dem Kunden nach, dass der Überweisungsbetrag rechtzeitig und ungekürzt beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist.

    • Die Überweisung wurde in Übereinstimmung mit der vom Kunden angegebenen fehlerhaften Kundenkennung des Zahlungsempfängers (siehe Ziffer j.3 Abs. j.3.2) ausgeführt. In diesem Fall kann der Kunde von der Bank jedoch verlangen, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag wiederzuerlangen. Ist die Wiedererlangung des Überweisungsbetrags nicht möglich, ist die Bank verpflichtet, dem Kunden auf schriftlichen Antrag alle verfügbaren Informationen mitzuteilen, damit der Kunde gegen den tatsächlichen Empfänger der Überweisung einen Anspruch auf Erstattung des Überweisungsbetrags geltend machen kann. Für diese Tätigkeiten der Bank nach den Sätzen 2 und 3 dieses Unterpunktes berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    (bb) Ansprüche des Kunden nach Ziffer j.2 Abs. j.2.13 (a) bis (c) und Einwendungen des Kunden gegen die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft ausgeführter Überweisungen oder aufgrund nicht autorisierter Überweisungen sind ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einer nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Überweisung hiervon unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kunden über die Belastungsbuchung der Überweisung entsprechend dem für Kontoinformationen vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines Monats nach der Belastungsbuchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Schadensersatzansprüche nach Ziffer j.2 Abs. 3 (c) kann der Kunde auch nach Ablauf der Frist in Satz 1 geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist verhindert war. Die Sätze 1-3 gelten auch dann, wenn der Kunde die Überweisung über einen Zahlungsauslösedienstleister auslöst.

    (cc) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände

    • auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können, oder

    • von der Bank aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung herbeigeführt wurden.

    J.4 Überweisungen in Staaten außerhalb des EWR (Drittstaaten)

    j.4.1 Erforderliche Angaben

    Der Kunde muss für die Ausführung der Überweisung folgende Angaben machen:

    • Name des Zahlungsempfängers,

    • Kundenkennung des Zahlungsempfängers (siehe Ziffer 1 Abs. j.4.2);

    • Zielland (gegebenenfalls in Kurzform gemäß Anhang),

    • Währung (es sind nur Überweisungen in EUR möglich),

    • Betrag,

    • ggf. Termin für die Ausführung der Überweisung,

    • Name des Kunden,

    • IBAN des Kunden.

    j.4.2 Ausführungsfrist

    Die Überweisungen werden baldmöglichst bewirkt.

    j.4.3 Erstattungs- und Schadensersatzansprüche des Kunden

    (a) Erstattung bei einer nicht autorisierten Überweisung

    (aa) Im Falle einer nicht autorisierten Überweisung (siehe Ziffer1 Abs. j.4.3 (b)) hat die Bank gegen den Kunden keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen. Sie ist verpflichtet, dem Kunden den Zahlungsbetrag zu erstatten und, sofern der Betrag dem Zahlungskonto des Kunden belastet worden ist, das Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch die nicht autorisierte Überweisung befunden hätte. Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des Geschäftstags gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, dass die Überweisung nicht autorisiert ist, oder die Bank auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer zuständigen Behörde berechtigte Gründe für den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten des Kunden vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Wurde die Überweisung über einen Zahlungsauslösedienstleister ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sätzen j.4.2 bis j.4.4 die Bank.

    (bb) Bei sonstigen Schäden, die aus einer nicht autorisierten Überweisung resultieren, haftet die Bank für eigenes Verschulden. Hat der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang die Bank und Kunde den Schaden zu tragen haben.

    (b) Haftung bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung einer autorisierten Überweisung

    Bei einer nicht erfolgten, fehlerhaft oder verspätet ausgeführten autorisierten Überweisung hat der Kunde neben etwaigen Herausgabeansprüchen nach § 667 BGB und §§ 812 ff. BGB Schadensersatzansprüche nach Maßgabe folgender Regelungen:

    • Die Bank haftet für eigenes Verschulden. Hat der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang die Bank und der Kunde den Schaden zu tragen haben.

    • Für das Verschulden zwischengeschalteter Stellen haftet die Bank nicht. In diesen Fällen beschränkt sich die Haftung der Bank auf die sorgfältige Auswahl und Unterweisung der ersten zwischengeschalteten Stelle (weitergeleiteter Auftrag).

    • Die Haftung der Bank ist auf höchstens 12.500 Euro je Überweisung begrenzt. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit der Bank und für Gefahren, die die Bank besonders übernommen hat.

    (c) Haftungs- und Einwendungsausschluss

    (aa) Eine Haftung der Bank nach Ziffer 4 Abs. 3 (b) ist in folgenden Fällen ausgeschlossen:

    • Die Bank weist gegenüber dem Kunden nach, dass der Überweisungsbetrag ordnungsgemäß beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist.

    • Die Überweisung wurde in Übereinstimmung mit der vom Kunden angegebenen fehlerhaften Kundenkennung des Zahlungsempfängers (siehe Ziffer j.4.1 Abs. j.4.2) ausgeführt. In diesem Fall kann der Kunde von der Bank jedoch verlangen, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag wiederzuerlangen. Für die Tätigkeiten der Bank nach Satz 2 dieses Unterpunktes berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    (bb) Ansprüche des Kunden nach Ziffern j.4 Abs. j.4.3 (a) und (b) und Einwendungen des Kunden gegen die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft ausgeführter Überweisungen oder aufgrund nicht autorisierter Überweisungen sind ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einer nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Überweisung hiervon unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kunden über die Belastungsbuchung der Überweisung entsprechend dem für Kontoinformationen vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines Monats nach der Belastungsbuchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Schadensersatzansprüche kann der Kunde auch nach Ablauf der Frist in Satz 1 geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist verhindert war. Die Sätze 1 bis 3 gelten auch dann, wenn der Kunde die Überweisung über einen Zahlungsauslösedienstleister auslöst.

    (cc) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände

    • auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können, oder

    • von der Bank aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung herbeigeführt wurden.

    Zielland Kurzform Währung Kurzform
    Belgien BE Euro EUR
    Bulgarien BG Bulgarischer Lew BGN
    Dänemark DK Dänische Krone DKK
    Estland EE Euro EUR
    Finnland FI Euro EUR
    Frankreich FR Euro EUR
    Griechenland GR Euro EUR
    Irland IE Euro EUR
    Island IS Isländische Krone ISK
    Italien IT Euro EUR
    Japan JP Japanischer Yen JPY
    Kanada CA Kanadischer Dollar CAD
    Kroatien HR Kroatische Kuna HRK
    Lettland LV Euro EUR
    Liechtenstein LI Schweizer Franken* CHF
    Litauen LT Euro EUR
    Luxemburg LU Euro EUR
    Malta MT Euro EUR
    Niederlande NL Euro EUR
    Norwegen NO Norwegische Kronen NOK
    Österreich AT Euro EUR
    Polen PL Polnischer Zloty PLN
    Portugal PT Euro EUR
    Rumänien RO Rumänischer Leu RON
    Russische RU Russischer Rubel RUB
    Schweden SE Schwedische Krone SEK
    Schweiz CH Schweizer Franken CHF
    Slowakei SK Euro EUR
    Slowenien SI Euro EUR
    Spanien ES Euro EUR
    Tschechische Republik CZ Tschechische Krone CZK
    Türkei TR Türkische Lira TRY
    Ungarn HU Ungarischer Forint HUF
    USA US US-Dollar USD
    Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland GB Britisches Pfund Sterling GBP
    Zypern CY Euro EUR

    * Schweizer Franken als gesetzliches Zahlungsmittel in Liechtenstein.

    5. Sonderbedingungen für Peer-to-Peer Zahlungen zwischen boon. Planet Kunden

    Für die Ausführung von Peer-to-Peer Zahlungen eines Kunden von seinem boon. Planet-Konto auf das boon. Planet-Konto eines anderen boon. Planet Kunden mittels boon. App gelten die Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr nach Ziffer 4 sowie folgende abweichende Bedingungen:

    5.1 Erteilung des Zahlungsauftrags, Kundenkennung

    (a) Peer-to-Peer Zahlungen sind nur zwischen Personen möglich, die ihre Registrierung für boon. Planet erfolgreich abgeschlossen haben und jeweils ein boon. Planet Konto haben. Dafür muss der Zahler die Mobiltelefonnummer mit der der Zahlungsempfänger bei boon. Planet registriert ist eingeben.

    (b) Der Auftrag wird nach dem Einloggen in die boon. App durch Eingabe der mit der Bank vereinbarten personalisierten Sicherheitsmerkmale autorisiert.

    5.2 Maximal Ausführungsfrist

    Die Peer-to-Peer Zahlungen zwischen Kunden von boon. Planet werden in der Regel sofort bewirkt, dies bedeutet, dass der Zahlungsempfänger die Zahlung in der Regel unmittelbar nach Erteilung des Zahlungsauftrags erhält, in seiner boon. App sehen kann und darüber verfügen kann.

    5.3 Währungsumtausch und Entgelte

    Weist der Zahler eine Zahlung in einer anderen Währung an, als der Zahlungsempfänger sein boon. Planet Konto führt (z.B. sendet ein Zahler eine Zahlung in EUR an einen Kunden, der sein Konto in Britischen Pfund führt), dann trägt der Zahlungsempfänger das Entgelt für den Währungsumtausch. Dieses wird automatisch von dem empfangenen Betrag abgezogen.


    6. Sonderbedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren

    Für Zahlungen des Kunden an Zahlungsempfänger mittels SEPA-Basislastschrift über sein boon. Planet-Konto gelten folgende Bedingungen.

    6.1 Allgemein

    Eine Lastschrift ist ein vom Zahlungsempfänger ausgelöster Zahlungsvorgang zu Lasten des Zahlungskontos des Kunden, bei dem die Höhe des jeweiligen Zahlungsbetrages vom Zahlungsempfänger angegeben wird.

    6.2 SEPA-Basislastschrift

    6.2.1 Allgemein

    (a) Wesentliche Merkmale des SEPA-Basislastschriftverfahrens

    Mit dem SEPA-Basislastschriftverfahren kann der Kunde über die Bank an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb des Gebiets des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums („Single Euro Payments Area“, SEPA) bewirken. Zur SEPA gehören die im Anhang genannten Staaten und Gebiete.

    Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basislastschriften muss

    • der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Basislastschriftverfahren nutzen und

    • der Kunde vor dem Zahlungsvorgang dem Zahlungsempfänger das SEPA-Lastschriftmandat erteilen.

    Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er über seinen Zahlungsdienstleister der Bank die Lastschriften vorlegt. Der Kunde kann bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA-Basislastschrift binnen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastungsbuchung auf seinem Zahlungskonto von der Bank die Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages verlangen.

    (b) Kundenkennungen

    Für das Verfahren hat der Kunde die ihm mitgeteilte IBAN als seine Kundenkennung gegenüber dem Zahlungsempfänger zu verwenden, da die Bank berechtigt ist, die Zahlung aufgrund der SEPA-Basislastschrift ausschließlich auf Grundlage der ihr übermittelten Kundenkennung auszuführen. Die Bank und die weiteren beteiligten Stellen führen die Zahlung an den Zahlungsempfänger anhand der im Lastschriftdatensatz vom Zahlungsempfänger als dessen Kundenkennung angegebenen IBAN aus.

    (c) Übermittlung von Lastschriftdaten

    Bei SEPA-Basislastschriften können die Lastschriftdaten auch über das Nachrichtenübermittlungssystem der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) mit Sitz in Belgien und Rechenzentren in der Europäischen Union, in der Schweiz und in den USA weitergeleitet werden.

    Hinweis zur Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß EU-Geldtransferverordnung

    Die „Verordnung (EU) 2015/847 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2015 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers“ (EU-Geldtransferverordnung) dient dem Zweck der Verhinderung, Aufdeckung und Ermittlung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Geldtransfers. Sie verpflichtet die Bank bei der Ausführung von Geldtransfers Angaben zum Auftraggeber (Zahler) und Begünstigten (Zahlungsempfänger) zu prüfen und zu übermitteln. Diese Angaben bestehen aus Name und Kundenkennung von Zahler und Zahlungsempfänger und der Adresse des Zahlers.

    Bei Geldtransfers innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums kann auf die Weiterleitung der Adresse des Zahlers zunächst verzichtet werden, jedoch kann gegebenenfalls diese Angabe vom Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers angefordert werden. Bei der Angabe von Name und gegebenenfalls Adresse nutzt die Bank die in ihren Systemen hinterlegten Daten, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Mit der EU-Geldtransferverordnung wird erreicht, dass aus den Zahlungsverkehrsdatensätzen selber immer eindeutig bestimmbar ist, wer Zahler und Zahlungsempfänger ist. Das heißt auch, dass die Bank Zahlungsdaten überprüfen, Nachfragen anderer Kreditinstitute zur Identität des Zahlers bzw. Zahlungsempfängers beantworten und auf Anfrage diese Daten den zuständigen Behörden zur Verfügung stellen muss.

    6.2.2 SEPA-Lastschriftmandat

    (a) Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats (SEPA Direct Debit Mandate)

    Der Kunde erteilt dem Zahlungsempfänger ein SEPA-Lastschriftmandat. Damit autorisiert er gegenüber seiner Bank die Einlösung von SEPA-Basislastschriften des Zahlungsempfängers. Das Mandat ist schriftlich oder in der mit seiner Bank vereinbarten Art und Weise zu erteilen. In dieser Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche Zustimmung enthalten, dass die am Lastschrifteinzug beteiligten Zahlungsdienstleister und etwaige zwischengeschaltete Stellen die für die Ausführung der Lastschrift notwendigen personenbezogenen Daten des Kunden abrufen, verarbeiten, übermitteln und speichern.

    In dem SEPA-Lastschriftmandat müssen die folgenden Erklärungen des Kunden enthalten sein:

    • Ermächtigung des Zahlungsempfängers, Zahlungen vom Zahlungskonto des Kunden mittels SEPA-Basislastschrift einzuziehen, und

    • Weisung an die Bank, die vom Zahlungsempfänger auf sein Zahlungskonto gezogenen SEPA-Basislastschriften einzulösen.

    Das SEPA-Lastschriftmandat muss folgende Autorisierungsdaten enthalten:

    • Bezeichnung des Zahlungsempfängers,

    • eine Gläubigeridentifikationsnummer,

    • Kennzeichnung als einmalige oder wiederkehrende Zahlung,

    • Name des Kunden (sofern verfügbar),

    • Bezeichnung der Bank des Kunden und

    • seine Kundenkennung (siehe Ziffer 6.2 Abs. 6.2.2 (b)).

    Über die Autorisierungsdaten hinaus kann das Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.

    (b) Widerruf des SEPA-Lastschriftmandats

    Das SEPA-Lastschriftmandat kann vom Kunden durch Erklärung gegenüber dem Zahlungsempfänger oder seiner Bank – möglichst schriftlich – mit der Folge widerrufen werden, dass nachfolgende Zahlungsvorgänge nicht mehr autorisiert sind.

    Erfolgt der Widerruf gegenüber der Bank, wird dieser ab dem auf den Eingang des Widerrufs folgenden Geschäftstag gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis für boon. Planet (nachfolgend „Preis- und Leistungsverzeichnis“) wirksam. Zusätzlich sollte der Widerruf auch gegenüber dem Zahlungsempfänger erklärt werden, damit dieser keine weiteren Lastschriften einzieht.

    (c) Begrenzung und Nichtzulassung von SEPA-Basislastschriften

    Der Kunde kann der Bank gesondert die Weisung erteilen, Zahlungen aus SEPA-Basislastschriften zu begrenzen oder nicht zuzulassen. Diese Weisung muss der Bank bis spätestens zum Ende des Geschäftstages gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis vor dem im Datensatz der Lastschrift angegebenen Fälligkeitstag zugehen. Diese Weisung sollte möglichst schriftlich gegenüber der Bank erfolgen. Zusätzlich sollte diese Weisung auch gegenüber dem Zahlungsempfänger erklärt werden.

    6.2.3 Einzug der SEPA-Basislastschrift auf Grundlage des SEPA-Lastschriftmandats durch den Zahlungsempfänger

    (a) Das vom Kunden erteilte SEPA-Lastschriftmandat verbleibt beim Zahlungsempfänger. Dieser übernimmt die Autorisierungsdaten und setzt etwaige zusätzliche Angaben in den Datensatz zur Einziehung von SEPA-Basislastschriften. Der jeweilige Lastschriftbetrag wird vom Zahlungsempfänger angegeben.

    (b) Der Zahlungsempfänger übermittelt elektronisch den Datensatz zur Einziehung der SEPA-Basislastschrift unter Einschaltung seines Zahlungsdienstleisters an die Bank als Zahlstelle. Dieser Datensatz verkörpert auch die Weisung des Kunden an die Bank zur Einlösung der jeweiligen SEPA-Basislastschrift (siehe Ziffer 2 Abs. 2 (a) Sätze 2 und 4). Für den Zugang dieser Weisung verzichtet die Bank auf die für die Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats vereinbarte Form (siehe Ziffer 2 Abs. 2 (a) Satz 3).

    6.2.4 Zahlungsvorgang aufgrund der SEPA-Basislastschrift

    (a) Belastung des Zahlungskontos des Kunden mit dem Lastschriftbetrag

    (aa) Eingehende SEPA-Basislastschriften des Zahlungsempfängers werden am im Datensatz angegebenen Fälligkeitstag mit dem vom Zahlungsempfänger angegebenen Lastschriftbetrag dem Zahlungskonto des Kunden belastet. Fällt der Fälligkeitstag nicht auf einen im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesenen Geschäftstag der Bank, erfolgt die Kontobelastung am nächsten Geschäftstag.

    (bb) Eine Kontobelastung erfolgt nicht oder wird spätestens am zweiten Bankarbeitstag nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht (siehe Ziffer 2 Abs. 6.2(c)), wenn

    • der Bank ein Widerruf des SEPA-Lastschriftmandats gemäß Ziffer 6.2 Abs. 6.2.2 (b) zugegangen ist,

    • der Kunde über kein für die Einlösung der Lastschrift ausreichendes Guthaben verfügt (fehlende Kontodeckung); Teileinlösungen nimmt die Bank nicht vor,

    • die im Lastschriftdatensatz angegebene IBAN des Zahlungspflichtigen keinem Zahlungskonto des Kunden bei der Bank zuzuordnen ist, oder

    • die Lastschrift nicht von der Bank verarbeitbar ist, da im Lastschriftdatensatz

    o eine Gläubigeridentifikationsnummer fehlt oder für die Bank erkennbar fehlerhaft ist,

    o eine Mandatsreferenz fehlt,

    o ein Ausstellungsdatum des Mandats fehlt oder

    o kein Fälligkeitstag angegeben ist.

    (cc) Darüber hinaus erfolgt eine Kontobelastung nicht oder wird spätestens am zweiten Bankarbeitstag nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht (siehe Ziffer 2 Abs. 6.2.4 (c)), wenn dieser SEPA-Basislastschrift eine gesonderte Weisung des Kunden nach Ziffer 2 Abs. 2 (c) entgegensteht.

    (b) Einlösung von SEPA-Basislastschriften

    SEPA-Basislastschriften sind eingelöst, wenn die Belastungsbuchung auf dem Zahlungskonto des Kunden nicht spätestens am zweiten Bankarbeitstag nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht wird.

    (c) Unterrichtung über die Nichtausführung oder Rückgängigmachung der Belastungsbuchung oder Ablehnung der Einlösung

    Über die Nichtausführung oder Rückgängigmachung der Belastungsbuchung (siehe Ziffer 2 Abs. 4 (b) (bb)) oder die Ablehnung der Einlösung einer SEPA-Basislastschrift (siehe Ziffer 2 Abs. 4 (c)) wird die Bank den Kunden unverzüglich, spätestens bis zu der gemäß Ziffer 6.2 Abs. 6.2.4 (e) vereinbarten Frist über die boon. App unterrichten. Dabei wird die Bank, soweit möglich, die Gründe sowie die Möglichkeiten angeben, wie Fehler, die zur Nichtausführung, Rückgängigmachung oder Ablehnung geführt haben, berichtigt werden können.

    Für die berechtigte Ablehnung der Einlösung einer autorisierten SEPA-Basislastschrift wegen fehlender Kontodeckung,(siehe Ziffer 2 Abs. 4 (b) (bb), zweiter Spiegelstrich) berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    (d) Ausführung der Zahlung

    (aa) Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, dass der von ihr dem Zahlungskonto des Kunden aufgrund der SEPA-Basislastschrift des Zahlungsempfängers belastete Lastschriftbetrag spätestens innerhalb der im Preis- und Leistungsverzeichnis angegebenen Ausführungsfrist beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingeht.

    (bb) Die Ausführungsfrist beginnt an dem im Lastschriftdatensatz angegebenen Fälligkeitstag. Fällt dieser Tag nicht auf einen Geschäftstag gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank, so beginnt die Ausführungsfrist am darauf folgenden Geschäftstag.

    (cc) Die Bank unterrichtet den Kunden über die Ausführung der Zahlung in der in der boon. App zur Verfügung gestellten Transaktionsübersicht und über die mindestens einmal monatlich in der boon. App eingestellten Kontoauszüge.

    6.2.5 Erstattungsanspruch des Kunden bei einer autorisierten Zahlung

    (a) Der Kunde kann bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA-Basislastschrift binnen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastungsbuchung auf seinem Zahlungskonto von der Bank ohne Angabe von Gründen die Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages verlangen. Dabei bringt sie das Zahlungskonto wieder auf den Stand, auf dem es sich ohne die Belastung durch die Zahlung befunden hätte. Etwaige Zahlungsansprüche des Zahlungsempfängers gegen den Kunden bleiben hiervon unberührt.

    (b) Der Erstattungsanspruch nach Absatz (a) ist ausgeschlossen, sobald der jeweilige Betrag der Lastschriftbelastungsbuchung durch eine ausdrückliche Genehmigung des Kunden unmittelbar gegenüber der Bank autorisiert worden ist.

    (c) Erstattungsansprüche des Kunden bei einer nicht erfolgten oder fehlerhaft ausgeführten autorisierten Zahlung richten sich nach Ziffer 6.2 Abs. 6.2.5 (b).

    6.2.6 Erstattungs-, Berichtigungs- und Schadensersatzansprüche des Kunden

    (a) Erstattung bei einer nicht autorisierten Zahlung

    Im Falle einer vom Kunden nicht autorisierten Zahlung hat die Bank gegen den Kunden keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen. Sie ist verpflichtet, dem Kunden den von seinem Zahlungskonto abgebuchten Lastschriftbetrag unverzüglich zu erstatten. Dabei bringt sie das Zahlungskonto wieder auf den Stand, auf dem es sich ohne die Belastung durch die nicht autorisierte Zahlung befunden hätte. Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des Geschäftstags gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, dass die Zahlung nicht autorisiert ist, oder die Bank auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer zuständigen Behörde berechtigte Gründe für den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten des Kunden vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt.

    (b) Ansprüche bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung von autorisierten Zahlungen

    (aa) Im Falle einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung einer autorisierten Zahlung kann der Kunde von der Bank die unverzügliche und ungekürzte Erstattung des Lastschriftbetrages insoweit verlangen, als die Zahlung nicht erfolgt oder fehler- haft war. Die Bank bringt dann das Zahlungskonto wieder auf den Stand, auf dem es sich ohne den fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang befunden hätte.

    (bb) Der Kunde kann über den Anspruch nach Absatz (b) (aa) hinaus von der Bank die Erstattung derjenigen Entgelte und Zinsen verlangen, die die Bank ihm im Zusammenhang mit der nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung der Zahlung in Rech- nung gestellt oder mit denen sie das Zahlungskonto des Kunden belastet hat.

    (cc) Geht der Lastschriftbetrag beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers erst nach Ablauf der Ausführungsfrist in Ziffer 2 Abs. 4 (e) (bb) ein (Verspätung), kann der Zahlungsempfänger von seinem Zahlungsdienstleister verlangen, dass dieser die Gutschrift des Lastschriftbetrags auf dem Konto des Zahlungsempfängers so vornimmt, als sei die Zahlung ordnungsgemäß ausgeführt worden.

    (dd) Wurde ein Zahlungsvorgang nicht oder fehlerhaft ausgeführt, wird die Bank auf Verlangen des Kunden den Zahlungsvorgang nachvollziehen und den Kunden über das Ergebnis unterrichten.

    (c) Schadensersatz wegen Pflichtverletzung

    (aa) Bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung einer autorisierten Zahlung oder bei einer nicht autorisierten Zahlung kann der Kunde von der Bank einen Schaden, der nicht bereits von Ziffer 6.2 Abs. 6.2.6 (a) und (b) erfasst ist, ersetzt verlangen. Dies gilt nicht, wenn die Bank die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Die Bank hat hierbei ein Verschulden, das einer von ihr zwischengeschalteten Stelle zur Last fällt, wie eigenes Verschulden zu vertreten. Hat der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung eines Schadens beigetragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank und Kunde den Schaden zu tragen haben.

    (bb) Die Haftung nach Absatz (c) (aa) ist auf 12.500 Euro begrenzt. Diese betragsmäßige Haftungsgrenze gilt nicht

    • für nicht autorisierte Zahlungen,

    • bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Bank,

    • für Gefahren, die die Bank besonders übernommen hat und

    • für den Zinsschaden.

    (d) Haftungs- und Einwendungsausschluss

    (aa) Eine Haftung der Bank nach Ziffer 6.2 Abs. 6.2.6 (b) und (c) ist in folgenden Fällen ausgeschlossen:

    • Die Bank weist gegenüber dem Kunden nach, dass der Zahlungsbetrag rechtzeitig und ungekürzt beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingegangen ist, oder

    • Die Zahlung wurde in Übereinstimmung mit der vom Zahlungsempfänger angegebenen fehlerhaften Kundenkennung des Zahlungsempfängers ausgeführt. In diesem Fall kann der Kunde von der Bank jedoch verlangen, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag wiederzuerlangen. Ist die Wiedererlangung des Zahlungsbetrags nach Satz 2 dieses Unterpunktes nicht möglich, so ist die Bank verpflichtet, dem Kunden auf schriftlichen Antrag alle verfügbaren Informationen mitzuteilen, damit der Kunde einen Anspruch auf Erstattung des Zahlungsbetrags geltend machen kann. Für die Tätigkeiten nach den Sätzen 2 und 3 dieses Unterpunkts berechnet die Bank das im Preis- und Leistungsverzeichnis ausgewiesene Entgelt.

    (bb) Ansprüche des Kunden nach Ziffer 6.2 Abs. 6.2.6 (a) bis (c) und Einwendungen des Kunden gegen die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft ausgeführter Zahlungen oder aufgrund nicht autorisierter Zahlungen sind ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einer nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlung hiervon unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kunden über die Belastungsbuchung der Zahlung entsprechend dem für Kontoinformationen vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines Monats nach der Belastungsbuchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Schadensersatzansprüche nach Ziffer 2 Abs. 6 (c) kann der Kunde auch nach Ablauf der Frist in Satz 1 geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist verhindert war.

    (cc) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände

    • auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können, oder

    • von der Bank aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung herbeigeführt wurden.

    7. Sonderbedingungen für die boon. Planet MasterCard Debitkarten (virtuell und physisch)

    Die nachfolgenden Bedingungen gelten für die Nutzung der boon. Planet MasterCard Debitkarten. Dem Kunden wird eine virtuelle Debitkarte mit dem boon. Planet Konto zur Verfügung gestellt und in der boon. App automatisch aktiviert. Eine physische MasterCard Debitkarte wird dem Kunden auf sein Verlangen zusätzlich zur Verfügung gestellt. Die virtuelle und die physische Debitkarte werden nachfolgend als „Karten“ bezeichnet.

    7.1 Bestellung einer zusätzlichen, physischen Karte; Zusendung von PIN und Karte; Aktivierung

    7.1.1 Der Kunde kann in der boon. App, sofern auf seinem Konto ausreichend Guthaben für das Entgelt vorhanden ist, zusätzlich eine MasterCard Debitkarte bestellen. Mit Annahme des Kartenantrags durch die Bank erhält der Kunde eine persönliche, physische MasterCard und den ausschließlich ihm bekannt gegebene persönliche Kartenidentifizierungsnummer (nachfolgend „Karten-PIN“). Die Bank kann die erforderliche Zustimmung versagen, wobei insbesondere die Nichtzahlung des Entgeltes bzw. ein fehlendes Guthaben auf dem boon. Konto ein Versagungsgrund ist. Die Karte ist auf den Namen des Kunden ausgestellt und hat auf der Vorder- oder Rückseite das Ablaufdatum und eine zumindest vierstellige Kartennummer gedruckt. Eine Prägung wie bei anderen Kreditkarten kann unter Umständen unterbleiben. Diese Entscheidung obliegt der Bank. Mit der Unterzeichnung und/oder Verwendung der Karte erkennt der Kunde die Geschäftsbedingungen für den Gebrauch der Karte an. Jede ausgestellte Karte bleibt im uneingeschränkten Eigentum der Bank. Die Bank ist zur Annahme eines Kartenantrags nicht verpflichtet.

    7.1.2 Der Kunde erhält die Karte postalisch zugesandt. Die Karten-PIN wird über die boon. App mitgeteilt. Sofort nach Erhalt hat der Kunde an der auf der Karte dafür vorgesehenen Stelle seine Unterschrift anzubringen. Der Kunde kann die Karten-PIN in der boon. App einsehen, wenn er sich mittels der personalisierten Sicherheitsmerkmale (vgl. zu diesen personalisierten Sicherheitsmerkmalen auch Ziffer 2 der Sonderbedingungen für die boon. App unter Ziffer 3) authentifiziert. Die Karten-PIN kann an jedem mit einem Mastercard Logo gekennzeichneten Geldausgabeautomaten, der eine PIN-Änderung unterstützt, geändert werden. Die Karten-PIN darf niemals zusammen (z.B auf einem Zettel dokumentiert) mit der Karte aufbewahrt werden. Wird die Karten-PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben, kann die Karte an Geldautomaten nicht mehr eingesetzt werden. Der Kunde hat sich in diesem Fall mit der Bank in Verbindung zu setzen.

    7.1.3 Die physische Karte muss durch Eingabe der letzten vier Ziffern der Kartennummer in der boon. App aktiviert werden.

    7.2 Verwendung

    7.2.1 Die Karten können vom Kunden im Inland und als weitere Dienstleistung auch im Ausland bei Vertragsunternehmen im Rahmen des Mastercard -Karten-Verbundes (nachfolgend: „Vertragsunternehmen“) eingesetzt werden. Der Kunde ist nach Maßgabe der technischen Möglichkeiten unter Verwendung der Karte als weitere Dienstleistung berechtigt, bei den Mastercard Akzeptanzstellen, an jedem mit einem Mastercard Logo gekennzeichneten Geldausgabeautomaten weltweit Bargeld innerhalb der vereinbarten Limits und bis zur Höhe seines verfügbaren Guthabens zu beziehen. Vertragsunternehmen, Akzeptanzstellen sowie die Kreditinstitute und Geldautomaten im Rahmen des Bargeld-Services sind an den Akzeptanzsymbolen zu erkennen, die auf der Mastercard Karte zu sehen sind. Auf Verlangen der Vertragsunternehmen oder zur Bargeldauszahlung ermächtigten Kreditinstitute sowie der Akzeptanzstellen ist zum Zweck der Identifizierung ein Lichtbildausweis vorzulegen.

    7.2.1 Die virtuelle Karte kann vom Kunden nur für Zahlungen im Fernabsatz (z.B. bei Käufen im Internet), bei Zahlungen unter Verwendung von digitalen Geldbörsen (z.B. GooglePay oder ApplePay) verwandt werden.

    7.3 Aufladung/Verfügungsrahmen

    Im Zuge der Antragstellung ist der Kunde verpflichtet, das Kartenkonto aufzuladen. Die Karte ist wiederaufladbar, wobei Aufladungen durch Einzahlungen auf das auf der Karte angeschlossene boon. Konto erfolgen. Mit Eingang des Aufladebetrages bei der Bank wird dieser dem Kartenkonto gutgeschrieben. Jede Aufladung wird zunächst dem Einsatz bis zu dessen vereinbarter Höhe und dann dem verfügbaren Guthaben zugerechnet. Aufladungen sind der Höhe nach nur innerhalb der vereinbarten Grenzen zulässig. Für die Aufladung der Karte wird ein Ladeentgelt gemäß Preisverzeichnis verrechnet. Der Kunde hat, soweit nicht anders vereinbart, keinen Anspruch auf Zinsen in Zusammenhang mit seinem Guthaben.

    Der Kunde darf von der Karte nur so lange und soweit Gebrauch machen, als das verfügbare Guthaben für die Bezahlung der bezogenen Waren / Dienstleistungen / Barbeträge zuzüglich der vereinbarten Entgelte ausreicht. Innerhalb dieses Rahmens gilt für den Bargeldservice das mitgeteilte tägliche Verfügungslimit. Darüber hinaus können für Bargeldverfügungen aus Sicherheitsgründen tägliche Verfügungslimits festgesetzt werden.

    7.4 Zusatzleistungen

    Mit den Karten können zusätzliche Leistungen (Zusatzleistungen) verbunden werden, wie z.B. Versicherungsschutz und Notrufdienste, über die die Wirecard Bank gesondert informieren wird. Diese Leistungen richten sich nach den insoweit geltenden gesonderten Regelungen. Der Kunde willigt ein, dass die Bank die zur Erbringung eventueller Zusatzleistungen notwendigen Daten an den jeweiligen Dienstleister weitergibt, der sie nur im Rahmen der geltenden Gesetze zur Durchführung der vertraglichen Leistungen verwendet.

    7.5 Personalisierte Sicherheitsmerkmale

    7.5.1 Für die Nutzung von Geldautomaten und an Kassenterminals wird dem Kunden bei der physischen Karte eine persönliche Identifizierungsnummer zur Verfügung gestellt. Die physische Karte kann an Geldautomaten sowie an Kassenterminals, an denen im Zusammenhang mit der Verwendung der Karte die Karten-PIN eingegeben werden muss, nicht mehr eingesetzt werden, wenn die Karten-PIN dreimal hintereinander falsch eingegeben wurde. Der Kunde sollte sich in diesem Fall mit der Bank in Verbindung setzen. Die Karten-PIN kann durch den Kunden an Geldautomaten, die diese Funktionalität anbieten, geändert werden. Wenn die Karten-PIN erfolgreich geändert wurde, wird sie in der boon. App angezeigt.

    7.5.2 Die Authentifizierung des Kunden erfolgt bei der virtuellen Karte standardmäßig ohne Karten-PIN, indem er auf Anforderung andere personalisierte Sicherheitsmerkmale (z.B. Fingerabdruck, Passcode) einsetzt (vgl. zu diesen personalisierten Sicherheitsmerkmalen auch Ziffer 2 der Sonderbedingungen für die boon. App unter Ziffer 3). Sollte zur Zahlung eine PIN benötigt werden, z.B. weil andere personalisierte Sicherheitsmerkmale vom Kassenterminal nicht akzeptiert werden, kann diese in der boon. App gesetzt werden.

    7.6 Autorisierung/Unwiderruflichkeit von Zahlungsaufträgen

    7.6.1 Mit dem Einsatz der Karte erteilt der Kunde die Zustimmung (Autorisierung) zur Ausführung eines Zahlungsauftrages. Dazu muss der Kunde entweder einen vorgedruckten Beleg unterzeichnen, auf dem die Kartendaten übertragen sind, oder an Geldautomaten und, soweit erforderlich, bei Vertragsunternehmen sowie an automatisierten Kassen die Karten-PIN eingeben, oder bei online oder telefonischen Bestellungen gegenüber Vertragsunternehmen die Kreditkartennummer, das Verfalldatum und ggf. die Kreditkartenprüfziffer angeben. Für Kleinbeträge ist unter Umständen die Eingabe der Karten-PIN oder das Unterschreiben des Belegs nicht erforderlich. Gegebenenfalls sind von dem Vertragsunternehmen und/oder der Bank angebotene, besondere Authentifizierungsverfahren zu nutzen. Bei Online-Bezahlvorgängen erfolgt die Autorisierung durch den Einsatz der personalisierten Sicherheitsmerkmale (vgl. zu diesen personalisierten Sicherheitsmerkmalen auch Ziffer 2 der Sonderbedingungen für die boon. App unter Ziffer III).

    7.6.1 Nach der Autorisierung kann der Kunde den Zahlungsauftrag nicht mehr widerrufen. Soweit für die Autorisierung zusätzlich die Angabe der Karten-PIN, eine Unterschrift oder ein sonstiges personalisiertes Sicherheitsmerkmal erforderlich sind, erfolgt die Autorisierung erst mit deren Einsatz. In dieser Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche Zustimmung enthalten, dass die Bank die für die Ausführung der Kartenzahlung notwendigen personenbezogenen Daten des Kunden verarbeitet, übermittelt und speichert.

    7.7 Sperrung eines verfügbaren Geldbetrags

    Die Bank ist berechtigt, auf dem Konto des Kunden einen im Rahmen der Nutzungsgrenze verfügbaren Geldbetrag zu sperren, wenn

    • der Zahlungsvorgang vom Zahlungsempfänger ausgelöst worden ist und

    • der Kunde auch der genauen Höhe des zu sperrenden Geldbetrags zugestimmt hat.

    Den gesperrten Geldbetrag gibt die Bank unbeschadet sonstiger gesetzlicher oder vertraglicher Rechte unverzüglich frei, nachdem ihr der genaue Zahlungsbetrag mitgeteilt worden oder der Zahlungsauftrag zugegangen ist.

    7.8 Ablehnung von Zahlungsaufträgen durch die Bank/Sperrung der Karte durch die Bank

    Die Bank ist berechtigt, Zahlungsaufträge abzulehnen, wenn der Karteninhaber diesen nicht nach vorstehender Ziffer autorisiert hat, der Verfügungsrahmen der Karten für den Zahlungsauftrag nicht ausreicht, Limits nicht eingehalten wurden oder die Karte gesperrt ist. Hierüber wird der Kunde über das Terminal, an dem die Karte eingesetzt wird, oder über die boon. App unterrichtet. Bank ist zur Einziehung und Sperre der Karte berechtigt, wenn sie berechtigte Gründe für eine fristlose Kündigung hat, sachliche Gründe im Zusammenhang mit der Sicherheit der Karte diese rechtfertigen oder wenn ein Verdacht einer nicht autorisierten oder betrügerischen Verwendung der Karte oder deren Daten besteht. Die Bank wird die Karte entsperren oder diese durch eine neue Karte ersetzen, wenn die Gründe für die Sperre nicht mehr gegeben sind. Die Bank wird den Kunden unverzüglich über die Sperrung und/oder Entsperrung der Karte informieren.

    7.9 Ausführungsfrist

    Der Zahlungsvorgang wird vom Zahlungsempfänger ausgelöst. Nach Zugang des Zahlungsauftrages bei der Bank wird diese sicherstellen, dass der Zahlungsbetrag spätestens an dem im boon. Planet „Preis- und Leistungsverzeichnis“ angegebenen Zeitpunkt beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingeht.

    7.10 Zahlungsverpflichtung

    Die Bank wird die Forderungen, die Vertragsunternehmen gegen den Kunden durch die Nutzung der Karte entstehen und sofort fällig sind, bezahlen. Der Kunde ist seinerseits verpflichtet, der Bank diese Forderungen zu erstatten. Gleiches gilt bei der Nutzung des Bargeldservice. Auch wenn der Kunde seinen Verfügungsrahmen oder Limits nicht einhält, ist die Bank berechtigt, den Ersatz der Aufwendungen zu verlangen, die aus der Nutzung der Karte entstehen.

    7.11 Pflichten des Kunden

    Der Kunde hat die Karte sofort nach Erhalt auf dem Unterschriftfeld zu unterschreiben. Er ist zur sicheren Verwahrung seiner Karte und der Kartendaten verpflichtet. Die Karte ist nicht übertragbar und darf keinen Dritten – auch nicht vorübergehend – überlassen werden. Die Karte bzw. das Mobilgerät auf dem die virtuelle Karte gespeichert ist, darf insbesondere nicht in einem unbeaufsichtigten Fahrzeug, in Räumlichkeiten oder an Orten, zu welchen sich unbefugte Dritte ohne erheblichen Aufwand Zugang verschaffen können aufbewahrt werden, Kartendaten dürfen nicht ungesichert/unverschlüsselt über elektronische Datennetze übermittelt werden.

    Der ausschließlich dem Karteninhaber bekannt gegebene Karten-PIN oder andere Personalisierte Sicherheitsmerkmale, dürfen niemandem zur Kenntnis gebracht werden, auch nicht den Mitarbeitern von der Bank. Der Kunde ist zur strengsten Geheimhaltung der Karten-PIN und der Personalisierten Sicherheitsmerkmale verpflichtet, denn jede Person, die in Besitz der Karte bzw. des für die boon. App genutzten Mobilgeräts kommt bzw. die Personalisierten Sicherheitsmerkmale kennt, hat die Möglichkeit, missbräuchliche Verfügungen zu tätigen. Die Karten-PIN und/oder sonstige Personalisierte Sichermerkmale dürfen nicht gemeinsam mit der Karte verwahrt, auf der Karte vermerkt, niedergeschrieben oder durch gleichartige auf eigenen Willensentschluss des Karteninhabers beruhende Handlungen, die Erlangung der Karten-PIN und/oder sonstige Personalisierte Sichermerkmale durch Dritte ermöglicht werden.

    Stellt der Kunde dennoch den Verlust, Diebstahl, eine missbräuchliche Verwendung der Karte, der boon. App oder sonstige nicht autorisierte Verwendung der Karten, Kartendaten, PIN oder sonstiger Personalisierter Sicherheitsmerkmale fest, so hat der Kunde dies unverzüglich der Bank zu melden. Für die Annahme der Sperranzeige kann sich der Kunde jederzeit an die Hotline der Bank, wie auf der Webseite https://www.beboon.com angezeigt, wenden. Verlust oder Diebstahl sind überdies sofort der zuständigen örtlichen Behörde anzuzeigen. Wird die als abhandengekommen gemeldete Karte später wiedergefunden, ist sie unverzüglich entwertet der Bank zurückzugeben und darf nicht weiterverwendet werden. Mit Eintreffen der Meldung wird die Karte gesperrt.

    Für den Ersatz einer verlorenen, gestohlenen, missbräuchlich verwendeten oder sonst nicht autorisiert genutzten Karte berechnet die Bank dem Karteninhaber das im „Preis- und Leistungsverzeichnis“ der Bank ausgewiesene Entgelt, das allenfalls die ausschließlich und unmittelbar mit dem Ersatz verbundenen Kosten abdeckt. Der vorstehende Satz gilt nicht, wenn die Bank die Umstände, die zur Ausgabe der Ersatzkarte geführt haben, zu vertreten hat oder diese ihr zuzurechnen sind.

    Sollten bei Online-Bezahlvorgängen an den Kunden Angaben zum Zahlungsvorgang (z. B. der Name des Vertragsunternehmens und der Verfügungsbetrag) mitgeteilt werden, sind diese Daten vom Kunden auf Richtigkeit zu prüfen.

    7.12 Haftung des Kunden für nicht autorisierte Kartenverfügungen

    7.12.1 Haftung des Kunden bis zur Sperranzeige

    7.12.2 Verliert der Kunde seine Karte, das Mobilgerät mit der boon. App, die Karten-PIN oder sonstige Personalisierte Sicherheitsmerkmale, werden sie ihm gestohlen, kommen sie ihm sonst abhanden oder wird die Karte sonst missbräuchlich verwendet und kommt es dadurch zu nicht autorisierten Kartenverfügungen in Form

    • der Abhebung von Bargeld oder

    • der Verwendung der Karte bei einem Vertragsunternehmen,

    so haftet der Kunde für Schäden, die bis zum Zeitpunkt der Sperranzeige verursacht werden, in Höhe von maximal 50 Euro, ohne dass es darauf ankommt, ob den Kunden an dem Verlust, Diebstahl oder sonstigen Abhandenkommen oder sonstigem Missbrauch ein Verschulden trifft.

    7.12.3 Der Kunde haftet nicht nach Absatz 7.12.1, wenn

    • es ihm nicht möglich gewesen ist, den Verlust, den Diebstahl, das Abhandenkommen oder eine sonstige missbräuchliche Verwendung der Karte vor dem nicht autorisierten Zahlungsvorgang zu bemerken, oder

    • der Verlust der Karte durch einen Angestellten, einen Agenten, eine Zweigniederlassung der Bank oder eine sonstige Stelle, an die Tätigkeiten der Bank ausgelagert wurden, verursacht worden ist.

    7.12.4 Erfolgt der Einsatz der Karte in einem Land außerhalb Deutschlands und des Europäischen Wirtschaftsraumes, trägt der Kunde den aufgrund nicht autorisierter Kartenverfügungen entstehenden Schaden nach Absatz 1 auch über einen Betrag von maximal 50 Euro hinaus, wenn der Kunde die ihm nach diesen Bedingungen obliegenden Pflichten fahrlässig verletzt hat. Hat die Bank durch eine Verletzung ihrer Pflichten zur Entstehung des Schadens beigetragen, haftet die Bank für den entstandenen Schaden im Umfang des von ihr zu vertretenen Mitverschuldens.

    7.12.5 Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht autorisierten Verfügungen und hat der Kunde in betrügerischer Absicht gehandelt oder seine Sorgfaltspflichten nach diesen Bedingungen vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt, trägt der Kunde den hierdurch entstandenen Schaden in vollem Umfang. Grobe Fahrlässigkeit des Kunden kann insbesondere dann vorliegen, wenn

    • er den Verlust oder den Diebstahl der Karte oder die missbräuchliche Verfügung der Bank oder einer MasterCard Repräsentanz schuldhaft nicht unverzüglich mitgeteilt hat, nachdem er hiervon Kenntnis erlangt hat,

    • die Karten-PIN oder sonstige Personalisierte Sicherheitsmerkmale auf der Karte vermerkt oder zusammen mit der Karte verwahrt war (zum Beispiel im Originalbrief, in dem sie dem Kunden mitgeteilt wurde),

    • die Karten-PIN oder andere Personalisierte Sicherheitsmerkmale einer anderen Person mitgeteilt und der Missbrauch dadurch verursacht wurde.

    7.12.6 Die Haftung für Schäden, die innerhalb des Zeitraums, für den der Verfügungsrahmen gilt, verursacht werden, beschränkt sich jeweils auf den für die Karte geltenden Verfügungsrahmen.

    7.12.7 Der Kunde ist nicht zum Ersatz des Schadens nach den Absätzen 7.12.1, 7.12.3 und 7.12.4 verpflichtet, wenn der Kunde die Sperranzeige nicht abgeben konnte, weil die Bank nicht die Möglichkeit zur Entgegennahme der Sperranzeige sichergestellt hatte.

    7.12.8 Hat die Bank bei Einsatz der Karte eine starke Kundenauthentifizierung nach § 1 Absatz 24 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz nicht verlangt oder der Zahlungsempfänger oder sein Zahlungsdienstleister diese nicht akzeptiert, obwohl die Bank nach § 55 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz zur starken Kundenauthentifizierung verpflichtet ist, bestimmt sich die Haftung des Karteninhabers und der Bank abweichend von den Absätzen 1, 3 und 4 nach den Bestimmungen des § 675v Absatz 4 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Eine starke Kundenauthentifizierung erfordert insbesondere die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen Elementen aus den Kategorien Wissen (etwas, das der Kunde weiß, z. B. PIN), Besitz (etwas, das der Kunde besitzt, z. B. Kreditkarte) oder Seinselemente (etwas, das der Kunde ist, z. B. Fingerabdruck).

    7.12.9 Die Absätze 7.2, 7.55 bis 7.7 finden keine Anwendung, wenn der Kunde in betrügerischer Absicht gehandelt hat.

    7.12.10 Haftung des Kunden ab Sperranzeige

    Sobald der Verlust oder Diebstahl der Karte, die missbräuchliche Verwendung oder eine sonstige nicht autorisierte Nutzung von Karte, PIN, boon. App oder Personalisiertem Sicherheitsmerkmal gegenüber der Bank oder einer MasterCard Repräsentanz angezeigt wurde, übernimmt die Bank alle danach durch Verfügungen in Form

    • der Abhebung von Bargeld oder

    • der Verwendung der Karte bei einem Vertragsunternehmen

    entstehenden Schäden. Handelt der Kunde in betrügerischer Absicht, trägt der Kunde auch die nach der Sperranzeige entstehenden Schäden.

    7.13 Erstattungs- und Schadenersatzansprüche des Kunden

    7.13.1 Erstattungsansprüche des Kunden bei nicht autorisierter Kartenverfügung

    Im Fall einer nicht autorisierten Kartenverfügung hat die Bank keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen. Die Bank ist verpflichtet, dem Kunden den Zahlungsbetrag unverzüglich zu erstatten und, sofern der Betrag dem Kartenkonto belastet worden ist, das Kartenkonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch den nicht autorisierten Zahlungsvorgang befunden hätte. Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des Geschäftstags gemäß „Preis- und Leistungsverzeichnis“ zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, dass die Kartenzahlung nicht autorisiert ist, oder die Bank auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer zuständigen Behörde berechtigte Gründe für den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten des Karteninhabers vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Die Bank ist gegenüber den Vertragsunternehmen, den Zahlungsdienstleistern und Unternehmen, die die Karte zur Bargeldauszahlung an Geldautomaten oder in ihren Geschäftsstellen bzw. Filialen akzeptieren, sowie gegenüber den Empfängern von P2P-Transaktionen verpflichtet, die vom Kunden mit der Karte bzw. über das E-Geld-Konto getätigten Umsätze zu begleichen. Der Kunde ist seinerseits verpflichtet, der Bank diese Aufwendungen zu erstatten.

    7.13.2 Erstattungsansprüche des Kunden bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder verspäteter Ausführung einer autorisierten Kartenverfügung.

    Im Fall einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung einer autorisierten Kartenverfügung, kann der Kunde von der Bank die unverzügliche und ungekürzte Erstattung des Zahlungsbetrags insoweit verlangen, als die Kartenverfügung nicht erfolgte oder fehlerhaft war. Ist der Betrag dem Kartenkonto belastet worden, ist das Kartenkonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch den nicht erfolgten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang befunden hätte. Darüber hinaus kann der Kunde die Erstattung von Zinsen und Endgelten verlangen, soweit diese im Zusammenhang mit einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung einer autorisierten Kartenverfügung dem Kartenkonto belastet wurden.

    Geht der Zahlungsbetrag beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers erst nach Ablauf der Ausführungsfrist in Ziffer 9, kann der Zahlungsempfänger von seinem Zahlungsdienstleister verlangen, dass dieser die Gutschrift des Zahlungsbetrages auf dem Konto des Zahlungsempfängers so vornimmt, als sei die Kartenzahlung ordnungsgemäß ausgeführt worden.

    Wurde eine autorisierte Kartenverfügung nicht oder fehlerhaft ausgeführt, wird die Bank auf Verlangen des Kunden den Zahlungsvorgang nachvollziehen und ihn über das Ergebnis unterrichten.

    7.13.3 Weitere Schadensersatzansprüche

    Im Fall einer nicht autorisierten Kartenverfügung oder einer nicht erfolgten oder fehlerhaften Ausführung einer autorisierten Kartenverfügung kann der Kunde von der Bank einen Schaden, der nicht bereits durch 13 (1) und 13 (2) erfasst ist, ersetzt verlangen. Dies gilt nicht, wenn die Bank die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Dabei hat die Bank ein Verschulden, das einer zwischengeschalteten Stelle zur Last fällt, wie eigenes Verschulden zu vertreten, es sei denn, dass die wesentliche Ursache bei einer zwischengeschalteten Stelle liegt, die der Kunde vorgegeben hat.

    Die Haftung der Bank auf Ersatz eines Schadens gemäß dieser Ziffer 7.13 (7.13.3) ist auf 12.500 EUR je Zahlungsvorgang beschränkt; diese Beschränkung gilt nicht für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, den Zinsschaden und die Gefahren, die Bank besonders übernommen hat.

    7.13.4 Ausschlussfrist

    Ansprüche des Kunden gegen die Bank nach dieser Ziffer 7.13. sind ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einem nicht autorisieren oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang hiervon unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kunden über die aus der Kartenverfügung resultierenden Belastungsbuchung entsprechend dem vereinbarten Weg spätestens einen Monat nach Belastungsbuchung unterrichtet hat; andernfalls ist für den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Ansprüche gemäß Ziffer 13 (1) – (3) kann der Kunde auch nach Ablauf der vorgenannten Frist geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert war.

    7.14 Erstattungsansprüche bei einem über den Zahlungsempfänger ausgelösten autorisierten Zahlungsvorgang

    Der Kunde hat gegen die Bank einen Anspruch auf Erstattung eines belasteten Zahlungsbetrages, der auf einem autorisierten, vom oder über den Zahlungsempfänger ausgelösten Zahlungsvorgang beruht, wenn

    • Bei der Autorisierung der genaue Betrag nicht angegeben wurde und

    • der Zahlungsbetrag den Betrag übersteigt, den der Zahler entsprechend seinem bisherigen Ausgabeverhalten, den Bedingungen dieses Kartenvertrages und den Umständen des Einzelfalls hätte erwarten können, mit einem etwaigen Währungsumtausch zusammenhängende Gründe bleiben außer Betracht, wenn der vereinbarte Referenzwechselkurs zugrunde gelegt wurde. Der Kunde muss die Sachumstände darlegen, aus denen er sein Erstattungsverlangen herleitet. Ein Anspruch des Kunden auf Erstattung nach dieser Ziffer ist ausgeschlossen, wenn der Kunde den Anspruch nicht innerhalb von acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastung des betreffenden Betrages bei der Bank geltend macht.

    7.15 Haftungsausschluss

    Ansprüche des Kunden gemäß Ziffern 7.13. und 7.14. sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände

    • Auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können, oder

    • von der Bank auf Grund einer gesetzlichen Verpflichtung herbeigeführt wurden.

    7.16 Abrechnung

    Die Bank wird jeden einzelnen mit der Karte getätigten Umsatz gegen das verfügbare Kontoguthaben verrechnen. Der Kunde wird von der Bank bei jeder Transaktion, mindestens jedoch einmal monatlich, eine Umsatznachricht zur Verfügung gestellt, die stets auf Euro lautet. Mit Annahme des Kartenantrages willigt der Kunde in den Abruf dieser Umsatzinformationen auf elektronischem Weg (in der boon. App) ein. Der Kunde verzichtet in diesem Fall auf die postalische Zusendung der Umsatznachricht.

    7.17 Fremdwährungsumrechnung

    Nutzt der Kunde die Karte für Verfügungen, die nicht auf Euro lauten, wird das E-Geld-Konto gleichwohl in Euro belastet. Die Bestimmung des Kurses bei Fremdwährungsgeschäften ergibt sich aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Eine Änderung des in der Umrechnungsregelung ggf. genannten Referenzwechselkurses wird unmittelbar und ohne vorherige Benachrichtigung des Kunden wirksam.

    7.18 Entgelte

    Für die Ausgabe der physischen Karte wird die Bank die entsprechenden Gebühren mit dem Kontoguthaben verrechnen. Die Höhe dieser Gebühren ergibt sich aus dem jeweils gültigen Preisverzeichnis der Bank.

    7.19 Reklamationen

    Der Kunde ist verpflichtet, der Bank unverzüglich nach Feststellung einer nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Kartenverfügung zu unterrichten. Reklamationen und Beanstandungen aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Vertragsunternehmen sind unmittelbar mit diesem zu klären; sie berühren nicht die Zahlungsverpflichtung des Kunden. Die Ansprüche des Kunden gemäß Ziffer 7.14 bleiben davon unberührt.

    7.20 Dauer

    Der Kartenvertrag über die physische Karte ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Gültigkeit der physischen Karte endet mit Ablauf des aufgedruckten Monats, jeweils in dem auf der physischen Karte angegebenen Jahr. Die physische Karte muss nach Ende der Gültigkeit vom Kunden vernichtet werden. Der Kunde beauftragt die Bank schon jetzt, vor Ablauf des Gültigkeitszeitraumes der Karte eine neue Karte auszustellen und an die zuletzt bekannt gegebene Anschrift zuzustellen, sofern nicht eine wirksame Vertragskündigung vorliegt.

    7.21 Kündigung des Kartenvertrages über die physische Karte

    Der Kartenvertrag über die physische Karte kann vom Karteninhaber jederzeit durch Rücksendung der entwerteten Karte gekündigt werden. Die Kündigung wird mit Eintreffen der Karte oder bei schriftlicher Kündigung bei der Bank mit Ende der Gültigkeit der Karte wirksam.

    Die Bank ist berechtigt, den Kartenvertrag unter Einhaltung einer Frist von zwei Monaten jederzeit zu kündigen. Die Bank ist berechtigt, aus wichtigen Gründen mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Die Bank ist jedenfalls berechtigt, den Kartenvertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen und/oder die Karte selbständig zu sperren, wenn der Kunde wesentliche Pflichten verletzt sowie Missbrauch erfolgt oder ernsthaft zu befürchten ist. Bestehende Verpflichtungen des Kunden bleiben bei einer Kündigung unberührt. Mit Wirksamwerden der Kündigung darf die Karte nicht mehr benutzt werden.

    Die virtuelle Karte kann nur gemeinsam mit dem Kontovertrag gekündigt werden.


    8. Sonderbedingungen für das boon. Planet Multi-Banking / Personal Financial Management

    Die nachfolgenden Bedingungen gelten für die Nutzung der Multi-Banking / Personal Financial Management Funktion von boon. Planet. Diese Funktion ermöglicht dem Kunden mittels grafischer Darstellung einen Überblick über die Nutzung der Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit boon. Planet, anhand von kategorisierten Umsätzen, Transaktionsdaten, Budgetierungen und ggfls. Sparzielen.

    Des Weiteren kann der Kunde Informationen von Zahlungskonten bei Fremdinstituten, bei denen er alleiniger Kontoinhaber ist, zur vergleichenden Ansicht und Analyse hinzufügen und sich konsolidiert anzeigen lassen.

    8.1 Freischalten des Personal Financial Management / Autorisierung Multi-Banking

    8.1.1 Die Personal Financial Management Funktion ist für den Kunden automatisch in der boon. App freigeschaltet. Der Kunde hat zuvor diesen Sonderbedingungen zugestimmt und die entsprechende Einwilligung zur Verarbeitung der Daten gegeben.

    8.1.2 Um die Informationen von Zahlungskonten des Kunden bei anderen Finanzdienstleistern zur Ansicht und Analyse hinzuzufügen, muss der Kunde Angaben zum jeweiligen Konto sowie seine persönlichen Zugangsdaten, die er von dem jeweiligen Fremdinstitut erhalten hat, eingeben. Durch Eingabe dieser Daten und Zustimmung in der boon. App, das jeweilige Zahlungskonto hinzuzufügen, autorisiert der Kunde den Zugang der Bank zu dem jeweiligen Zahlungskonto.

    8.1.3 In der Autorisierung ist zugleich die ausdrückliche Zustimmung des Kunden enthalten, dass die Bank die notwendigen personenbezogenen Daten für die Multi-Banking / Personal Financial Management Funktion entsprechend der Datenschutzerklärung, die unter https://www.beboon.com zu finden ist, verarbeitet. Der Widerruf der Autorisierung und dieser Zustimmung ist jederzeit und ohne Angaben von Gründen mit Wirkung für die Zukunft möglich. Der Widerruf lässt die Gültigkeit des Vertrages zwischen dem Kunden und der Bank im Übrigen unberührt. Der Kunde kann die in der App von Fremdinstituten angezeigten Daten jederzeit löschen.

    8.2 Umfang der bereitgestellten Funktionen

    8.2.1 Der Kunde kann sich derzeit mit der Personal Financial Management Funktion die Zahl seiner Transaktionen, sein aktuelles Guthaben auf den verschiedenen Zahlungskonten, eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben anzeigen lassen. Der Kunde kann auch bestimmte eingehende bzw. ausgehende Zahlungen bestimmten Kategorien zuordnen und sich diese in einer Übersicht anzeigen lassen.

    8.2.2 Sofern von der Bank angeboten, benachrichtigt die Bank den Kunden über ausgewählte Ereignisse per Push-Notifikation in der boon. App.

    8.2.3 Sofern von der Bank zusätzlich angeboten kann der Kunde auch Sparziele und Budgets erstellen. Die Bank behält sich vor, den Umfang der Funktionen zu erweitern.

    8.3 Pflichten des Kunden

    8.3.1 Der Kunde verpflichtet sich, nur solche Zahlungskonten beim Multi-Banking hinzuzufügen, bei denen er alleiniger Inhaber ist.

    8.3.2 Der Kunde hat die zwischen ihm und dem jeweiligen kontoführenden Fremdinstitut vereinbarten Bedingungen zu beachten, insbesondere auch hinsichtlich der Schutzmaßnahmen gegen unbefugte Zugriffe auf personalisierte Sicherheitsmerkmale.

    8.3.3 Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach Feststellung eines etwaigen Betrugsvorfalls oder eines Sicherheitsrisikos im Zusammenhang mit der Funktion Multi-Banking / Personal Financial Management darüber zu unterrichten.

    8.3.4 Haftung

    a. Die per Multi-Banking / Personal Financial Management ermittelten Auswertungen und Darstellung dienen lediglich der Unterstützung der Finanzplanung des Nutzers. Sie beruhen auf mathematischen Berechnungen und können ggfls. manuell von dem jeweiligen Kunden angepasst werden. Sie stellen daher keine Empfehlung der Bank dar. Soweit die Darstellungen der Multi-Banking / Personal Financial Management Funktion gegenüber den Umsatzdaten und Salden auf den bei der Bank geführten Konten abweichen bzw. im Widerspruch stehen, sind allein die in den Konten ausgewiesenen Umsätze und Salden sowie der Rechnungsabschluss rechtlich verbindlich. Dies gilt auch für die angezeigten Informationen zu den Zahlungskonten bei Fremdinstituten.

    b. In jedem Fall obliegt es dem Kunden, sich vor etwaigen finanziellen Dispositionen über den aktuellen Kontostand anhand der Kontoübersicht in der boon. App über den Kontostand bzw. für Fremdinstitute über die mit ihnen vereinbarten Informationswege zu informieren.

    c. Soweit dies nicht ausdrücklich erklärt wird, kann die Bank keine Zusicherungen oder Garantien in Bezug auf das Multi-Banking / Personal Financial Management übernehmen, insbesondere bezüglich spezifischer Funktionalitäten oder deren Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit oder Eignung für die vorgesehenen Zwecke. Die Bank stellt die Funktionalität in der jeweils aktuellen Form unentgeltlich bereit und behält sich das Recht vor, diese jederzeit und ohne vorherige Ankündigung weiterzuentwickeln, einzuschränken oder zu beenden.

    8.4 Deaktivieren des Multi-Banking

    Der Kunde kann die Nutzung des Multi-Banking mit sofortiger Wirkung in der App deaktivieren, indem er die Zahlungskonten bei anderen Finanzdienstleistern entfernt.